Im Fall des Schülers Yasin Celik, der von seiner Lehrerin zu Unrecht verdächtigt wurde, Kontakt zu einer extremistisch-islamischen Gruppe zu haben, hat sich jetzt erstmals das Kultusministerium geäußert. Konflikte im Schulalltag sollten generell zunächst innerhalb der Schule aufgearbeitet werden, hieß es seitens des Ministeriums. „Dies ist hier offenbar nicht von Anfang an geschehen“, fügte eine Sprecherin hinzu.
Die Lehrerin der IGS Garbsen hatte sich anonym bei der Polizei gemeldet und dabei den Terrorverdacht gegen ihren Schüler ausgesprochen. Als die Beamten Celik mit dem absenderlosen Schreiben konfrontierten, äußerte der Oberstufenschüler sofort den Verdacht, dass seine Lehrerin im Fach Werte und Normen als Absenderin infrage kommt. Die weiteren Überprüfungen der Polizei bestätigten diese Vermutung.
Seit diesem Vorfall, der sich im November 2008 ereignete, läuft ein Disziplinarverfahren gegen die Lehrerin bei der zuständigen Landesschulbehörde. Bisher ist es noch nicht abgeschlossen. „Zu den Gründen, warum das Verfahren verhältnismäßig lange dauert, kann das Kultusministerium nichts sagen“, erklärte die Sprecherin.
Der Fall war erst jetzt öffentlich geworden und hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil die Landtagsfraktion der Grünen angekündigt hatte, zu den Vorgängen an der Gesamtschule eine Kleine Anfrage im Landtag formulieren zu wollen.
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