Altgarbsen. Der Hamburger Konzern hatte sich zum Jahreswechsel von seiner Callcenter-Sparte getrennt und will sich nun auf das lukrativere Netrada-Geschäft mit dem Onlinehandel konzentrieren. Das äußert sich darin, dass das Mutterunternehmen künftig Netrada Holding heißen wird. Sie werde ihren Sitz zwar in Hamburg behalten, kündigte Geschäftsführer Bernd Humke an, allerdings übernehme der Garbsener Standort vor allem in der Finanzverwaltung Funktionen für die ganze Gruppe. Die entsprechende Abteilung sei schon aufgebaut worden. Humke spricht von einem Plus von unter zehn Arbeitsplätzen.
Mit dem Verkauf der Callcenter hat sich die Unternehmensgruppe nach der Zahl ihrer Mitarbeiter auf aktuell 3000 etwa halbiert, 1500 davon sind in Garbsen beschäftigt. Dieser Schnitt soll eine Konzentration auf Wachstumsbringer bedeuten. Als Dienstleister für große Textilmarken verspricht sich Netrada viel von den gerade beginnenden Aktivitäten in China. „Wir hoffen, dass wir unsere Partner aus Europa und Nordamerika dorthin mitnehmen können“, sagte Humke.
Noch keine Entscheidung gibt es zum geplanten Verkauf der einst für eine Netrada-Erweiterung gedachten Flächen an der Burgstraße. Bürgermeister Alexander Heuer will am 19. Januar in einem Pressegespräch mehr zu den Verhandlungen sagen.
Sven Sokoll
HAZ.de Anmeldung
