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Neue Einheit der Polizei arbeitet erfolgreich

Garbsen Neue Einheit der Polizei arbeitet erfolgreich

Seit dem 1. Januar ist sie fester Bestandteil der Polizei: die Ermittlungseinheit Eigentum. Sie ermittelt zentral in Fällen von Einbruchsdiebstählen und hat seit dem Beginn der Pilotphase vor zwei Jahren mit Erfolg die Tatzahlen gesenkt.

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Lena Dittmann (links) und Melanie Suermann von der Ermittlungseinheit Eigentum bearbeiten einen der Fälle.

Quelle: Riedel

Garbsen/Ronnenberg. In der Ermittlungseinheit Eigentum, die von Melanie Suermann geleitet wird, werden die Ermittlungen bei allen Einbrüchen im Verbund der Polizeiinspektion Garbsen gebündelt. Die Einheit ist verteilt auf die zwei Standorte Garbsen und Ronnenberg. In der achtköpfigen Gruppe sind alle Kommissariate der Inspektion vertreten. Täglich werden die Fälle verglichen und analysiert, Tatähnlichkeiten und Vorgehensweisen festgestellt. Beispiel: In Seelze ist ein blauer Kuhfuß bei einem Einbruch verwendet worden, erkennbar an den Spuren am aufgebrochenen Fenster und an blauen Lackspuren. Dieses Tatwerkzeug ist vielleicht bei anderen Einbrüchen in Wunstorf benutzt worden. Die Gruppe führt nun die Berichte der Opfer und der Zeugen zusammen. Daraus können sich Ermittlungsansätze ergeben, die zum Täter führen. Wird bei einer späteren Kontrolle jemand festgenommen, der Diebesgut und einen blauen Kuhfuß mit sich führt, könnten mehrere Fälle mit einem Schlag aufgeklärt werden.

Im Jahr 2013 hatte die Zahl der Einbrüche im Verbund mit 901 ein Niveau erreicht, das die Polizei beunruhigte. "Bis dahin hatte jedes Kommissariat für sich gearbeitet", sagt Suermann, "das hat die Ermittlungen sehr erschwert, denn Einbrecher halten sich nicht an Kommissariatsgrenzen." Die Ermittlungseinheit wurde eingerichtet. Ziel: Senkung der Fallzahlen und Steigerung der Aufklärungsquote. 2014 waren es nur noch 661 Einbrüche. Im vergangenen Jahr sind sie wieder leicht angestiegen: 692 Fälle waren es. In Garbsen selbst sieht die Erfolgsquote noch besser aus: Nach einem kontinuierlichen Anstieg seit 2010 war 2013 die Spitze mit 195 Fällen erreicht, 2014 waren es dann nur noch 141 und im vergangenen Jahr 90. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr im Verbund bei 30 Prozent (2013: 25 Prozent) und in Garbsen selbst  bei 20 Prozent (2013: 18 Prozent).

Die Einheit kümmert sich vor allem um die sogenannte Tatort-Nachsorge, die Analyse und die Zusammenführung der Daten. Anfangs haben die Dienstellen und später die Ermittlungseinheit auch die Tatort-Aufnahme übernommen. Die liegt jetzt in den Händen des Kriminaldauerdienstes. Die Tatortfotos dienen den Ermittlern am Schreibtisch für die erste Analyse am Tag danach.

Bei der Tatort-Nachsorge werden weitere Erkenntnisse gesammelt. Dabei steht das Gespräch mit den Geschädigten im Vordergrund. Sie stehen unter hoher psychischer Belastung. "Beim Wohnungseinbruchdiebstahl handelt es sich um eine Straftat, die das Sicherheitsempfinden der Menschen in erheblichem Maß belastet und zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung des ganz persönlichen und intimen Lebensbereichs führen kann", sagt Dennis Schmidt, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Garbsen.

Im Gespräch werden aber auch Details besprochen, an die sich das Einbruchsopfer unmittelbar nach der Entdeckung des Einbruchs vielleicht noch gar nicht erinnerte. Auch die intensive Befragung der Nachbarn steht dann an. Die Beute wird im einzelnen aufgelistet. "Bei alldem helfen uns sogar scheinbare Kleinigkeiten", sagt Lena Dittmann von der Ermittlungseinheit. Sie ermuntert jeden, der etwas Verdächtiges hört oder sieht, "das er vielleicht noch gar nicht zuordnen kann", sich bei der Polizei zu melden: "Lieber einmal mehr anrufen als einmal zu wenig", sagt auch Suermann.

Zur Polizeiinspektion Garbsen gehören die Kommissariate Garbsen, Neustadt am Rübenberge, Wunstorf, Ronnenberg, Barsinghausen, Springe und Seelze und die Polizeistationen Berenbostel, Gehrden, Hemmingen, Wennigsen, Pattensen, Steinhude, Mandelsloh, Empelde und Bennigsen.

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