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Neuer Diakon löst zwei Personalprobleme

Garbsen Neuer Diakon löst zwei Personalprobleme

Der 30-jährige Sebastian Schulze aus Lehrte ist ab sofort als Diakon in Garbsen tätig. Zu 35 Prozent arbeitet er für das Sozialprojekt Neuland in Berenbostel und zu 65 Prozent in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde Osterwald-Heitlingen. Seine Karriere in der Kirche begann mit Verspätung.

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Der neue Diakon Sebastian Schulze hat sein Büro im Gemeindehaus in Osterwald schon bezogen.

Quelle: Gerko Naumann

Osterwald/Berenbostel. Mit 16 Jahren schloss der heute 30-Jährige die Realschule in Lehrte ab. Anschließend machte der gebürtige Hannoveraner eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. "Gerade in der Arbeit mit Jugendlichen ist es heute durchaus hilfreich, wenn ich erzählen kann, dass ich früher auch mal was anderes gemacht habe", sagt Schulze rückblickend. Der Schritt zum späteren Studium der Religionspädagogik war allerdings nicht so groß, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn in der Kirche hat sich der Hannover-96-Fan bereits seit Kindertagen engagiert.

Die endgültige Entscheidung für eine zweite Berufsausbildung fällte er während eines Freiwilligen Sozialen Jahres beim Kirchenkreis in Peine. Dort hat Schulze alles mitgemacht, was Jugendarbeit in der Kirche ausmacht. "Ich war bei Fahrten dabei und habe den Diakon beim Kofirmandenunterricht unterstützt", sagt er. Das gefiel ihm so gut, dass er eine Rückkehr in die Autowerkstatt für sich ausschloss.

Also holte Schulze sein Fachabitur nach und schrieb sich an der Fachhochschule in Hannover für die Fächer Religionspädagogik und Soziale Arbeit ein. Nach dem Ende des Studiums sammelte er praktische Erfahrungen - unter anderem in Gemeinden in Burgdorf und zuletzt in Neustadt und Wunstorf. Im vergangenen Jahr bewarb sich Schulze dann für die Stelle in Garbsen, und er wurde genommen.

Die Besonderheit an seinem neuen Job ist, dass dieser zweigeteilt ist. Zu 35 Prozent unterstützt Schulze das Sozialprojekt Neuland in Berenbostel. "Dort geht es vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe", sagt der neue Diakon. Er unterstützt Menschen, von denen viele kaum oder gar nicht deutsch sprechen, bei alltäglichen Dingen wie dem Ausfüllen von Formularen.

Die restlichen 65 Prozent seiner Arbeitszeit verbringt der 30-Jährige in der Kirchengemeinde Osterwald. Dort leitet er in erster Linie den Konfirmandenunterricht und wird dabei von einem engagierten Team von ehrenamtlichen Helfern begleitet. "Ich verstehe mich als Teamplayer und Strippenzieher", sagt Schulze. Mit den jungen Menschen will er über christliche Themen wie die zehn Gebote und das Vater Unser sprechen. Er plant aber auch Aktivitäten außerhalb der Kirche, beispielsweise beim Klettern, das er selbst gern als Hobby betreibt.

Diakon bringt Entlastung für Neuland

Sozialarbeiterin Kathrin Osterwald ist froh, dass Sebastian Schulze da ist. Bislang war die Koordinatorin des ökumenischen Sozialprojektes Neuland als Einzelkämpferin oft auf sich allein gestellt. "Die Ehrenamtlichen sind wichtig und super, aber für unsere vielfältigen Aufgaben brauchten wir einen zweiten hauptamtlichen Mitarbeiter", sagt sie. Zum Glück stimmte die Chemie zwischen den beiden neuen Kollegen von Anfang an. Osterwald gefällt die offene, freundliche Art von Schulze, der keine Probleme damit habe, auf fremde Menschen zuzugehen. "Das ist wichtig, um den Leuten hier am Kronsberg zu helfen, die oft kein Deutsch verstehen", sagt Osterwald.

Von Gerko Naumann

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