Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Neuer Rekord bei Unfallzahlen in Garbsen

Garbsen Neuer Rekord bei Unfallzahlen in Garbsen

In abgelaufenen Jahr hat die Polizei in Garbsen 1409 Unfälle aufgenommen. Das ist ein neuer, trauiger Rekord in der Unfallstatistik, die die Beamten am Freitag vorgestellt haben. Besonders gefährdet sind demnach Senioren im Straßenverkehr. Positive Nachrichten gibt es dagegen von Fahranfängern.

Voriger Artikel
Members spielen zum Schützenfest Osterwald
Nächster Artikel
Big Band trifft auf Clean, Fine & Funky

Ablenkung und Unfallfluchten bleiben ein Thema für die Polizei: Ulrich Knappe und Reinhard Bruns stellen die Unfallstatistik 2016 für Garbsen vor.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen. Bei dem größten Teil der Unfälle handelt es sich um sogenannte Bagatellschäden, stellte Reinhard Bruns klar. Als Sachbearbeiter Einsatzverkehr ist er in der Polizeiinspektion Garbsen für die Statistik in diesem Bereich zuständig. Leider seien im Garbsener Stadtgebiet aber auch erneut zwei tödliche Unfälle zu beklagen gewesen.

Im Januar starb ein 73-Jähriger, der mit seinem Auto aufgrund eines Krankheitsfalls gegen einen Baum fuhr. Im Juni kam ein 24-jähriger Smart-Fahrer ums Leben, der bei nasser Straße und zu hoher Geschwindigkeit zwischen Horst und Frielingen die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte. Er prallte ebenfalls gegen einen Baum, das Fahrzeug fing Feuer und brannte aus. Insgesamt stieg die Zahl der Unfälle von 1366 im Jahr 2015 auf 1409 im abgelaufenen Jahr. "Das ist leider ein neuer Rekord für Garbsen", sagte Bruns.

Senioren sind die Risikogruppe

Auffällig sei, dass Senioren überdurchschnittlich oft an Unfällen beteiligt seien. Die Zahl der Menschen über 65 Jahre, die bei Unfällen verletzt worden sind, stieg von 38 (2015) auf 63 in 2016. "Diese Risikogruppe beschert uns besondere Bauschmerzen", sagte Bruns. Besonders gefährdet - so die Statistik - seien ältere Verkehrsteilnehmer auf dem Fahrrad. Teils würden sie von Autofahrern beim Abbiegen übersehen, in anderen Fällen seien sie selbst die Unfallverursacher. Das sei "schade, weil die Stadt ja fördert, dass die Menschen mit dem Rad unterwegs sind", sagte Bruns. Als Reaktion habe die Polizei bereits jetzt die Kontrollen älterer Radfahrer verstärkt. "Dafür hat nicht jeder Verständnis, wir müssen uns einiges anhören", sagte Bruns.

Besonders positiv schneidet in diesem Jahr dagegen die Gruppe der Fahranfänger in Garbsen ab. Lediglich 15 von ihnen sind 2016 bei Unfällen verletzt worden. Ein Jahr zuvor waren es noch 42 gewesen. Als Ursache für diese positive Entwicklung hat Bruns unter anderem die intensive Präventionsarbeit der Polizei ausgemacht - unter anderem an den Schulen.

Unfallflucht ist ein großes Problem

Besondere Sorgen bereiten der Polizei in Garbsen die Menschen, die Unfallflucht begehen. Die Zahlen steigen seit Jahren deutlich - im Vorjahr ist mit 407 ein neuer Höchstwert erreicht worden. Für Ulrich Knappe, Leiter der Polizeiinspektion Garbsen, hat das auch mit "charakterlichen Defiziten" zu tun. Er appellierte an die Unfallverursacher, sich bei der Polizei zu melden. "Es geht nicht darum, jemanden zu kriminalisieren", betonte er. Ziel müsse es sein, den entstandenen Schaden am Eigentum eines anderen zu bezahlen. Wer das nicht tue, begeht eine Straftat, sagte Knappe. Etwa 40 Prozent der Delikte werden in Garbsen aufgeklärt und angezeigt. "Wenn der Schaden groß ist, ist der Führerschein weg", sagte Knappe.

Von Gerko Naumann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x5j4b39wt411qaxi355
Meyenfelder feiern die Rückkehr ihrer Uhr

Fotostrecke Garbsen: Meyenfelder feiern die Rückkehr ihrer Uhr

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr