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Gemeißelte Mehrheiten gibt es nicht mehr

Garbsens neue Ortsräte Gemeißelte Mehrheiten gibt es nicht mehr

Sie sind die kleinen Parlamente, haben fast nichts zu entscheiden und sind trotzdem so nah am Bürger wie kein anderes politisches Gremium. Die vier Garbsener Ortsräte sind am Sonntag kräftig durchgemischt worden. Gemeißelte Mehrheiten gibt es nicht mehr - mit einer Ausnahme.

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Wettstreit der Polit-Profis in Berenbostel: Werner Baesmann (links, CDU) ist seit mehr als einem viertel Jahrhundert Ortsbürgermeister. Dieter Roggenkamp (SPD) will ihn beerben.

Quelle: Holz Markus

Garbsen. Beispiel Berenbostel: Die SPD (5 Sitze) gewinnt ein Mandat dazu, die CDU (4) verliert zwei, die Grünen (1) behalten ihren einen Sitz, die Unabhängigen (1) sind neu dabei und gleich das Zünglein an der Waage. Dieter Roggenkamp (SPD) ist angetreten, die Ära von Ortsbürgermeister Werner Baesmann zu beenden und die Bäderfrage im Sinne der SPD zu entscheiden. Dazu braucht er den einen Unabhängigen. Der Verein hat an zwei Bädern aber kein Interesse. Spannend.

Beispiel Garbsen: Ortsbürgermeister Franz Genegel (CDU) hat ein noch bunteres Gremium zu führen, als vorher - gesetzt den Fall, er wird wieder gewählt. Seine Basis sind die sechs Sitze von CDU (4), Grünen (1) und FDP (1). Bei insgesamt 13 Sitzen ist das noch keine Mehrheit. Karin Kuhn (SPD, 5 Sitze) würde ihn gerne beerben. Sie braucht dafür die Unabhängigen (1) und die Freien Wähler (1). Die Partei um Andreas Bienstein hat am Sonntag ihr erstes und einziges Mandat errungen. Wo steht er politisch? Spannend.

Beispiel Horst: Hier sind die Mehrheitsverhältnisse völlig unklar. Der Ortsrat hat neun Sitze: SPD (3), CDU (3), Grüne (1), AfD (1), Unabhängige (1). Daniela Grunwald-Galler will Ortsbürgermeisterin werden. Aber woher soll die Mehrheit kommen? Von AfD plus Unabhängige? Die politische Konkurrenz um Peter Hahne (CDU) hat keinen Ortsbürgermeisterkandidaten ins Rennen geschickt. Wenn die persönlichen Stimmen ein Gradmesser sind, müsste Hahne (748 Stimmen) selbst antreten. Das hat er 2011 noch abgelehnt. Danach folgen Thomas Balke (CDU, 643 Stimmen) und Dirk Grahn (Grüne, 632 Stimmen). Sind das die konsensfähigen Kandidaten? Spannend. 

Ausnahme Osterwald: Rund um die Barockkirche ändert sich gar nichts. Im Gegenteil: Ortsbürgermeister Jürgen Haase (CDU) hat sein Fundament weiter ausgebaut. Kein anderer Politiker in Garbsen hat derart viele persönliche Stimmen für Ortsrat und Stadtrat gewonnen - in beiden Wahlen jeweils mehr als 1900 Stimmen. Haases CDU (4 Sitze) kann weiter mit Diana Köhler-Lübbecke von den Grünen (1) "regieren". Die SPD behält trotz der Zugewinne drei Sitze, die Unabhängigen einen. Haases Wiederwahl scheint sicher.

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