Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
In der Bundesliga der Melker

Garbsen/Neustadt In der Bundesliga der Melker

Die Aufregung steigt: Yvonne Prinzhorn aus Garbsen wird zum ersten Mal in ihrem Leben in der „Bundesliga“ der Melker antreten. Im März hatte die 20-jährige Frielingerin den Landesmelkwettbewerb gewonnen, das war ihre Qualifikation für den Bundesentscheid vom 24. bis 28. April in Achselschwang am Ammersee. 

Voriger Artikel
Brände im Stadtteil Auf der Horst gelegt
Nächster Artikel
Freiwillige für einen Tag gesucht

Yvonne Prinzhorn mit Kuh Schneeflocke: Niedersachsens beste Melkerin fährt zum Bundeswettbewerb nach Bayern.

Quelle: Lütjens

Garbsen/Neustadt. Im März hatte die 20-jährige Frielingerin den Landesmelkwettbewerb gewonnen, das war ihre Qualifikation für den Bundesentscheid vom 24. bis 28. April in Achselschwang am Ammersee. Zur Konkurrenz zählt auch die Drittplazierte Maxi Knoche, Auszubildene im Friedrich-Löffler-Institut in Mariensee bei Neustadt.

„Dass es jemand aus unserer Region so weit schafft, war zuletzt 1994 der Fall“, erinnert sich Yvonnes Vater Alwin Prinzhorn. Damals wurde Constanze Kruse aus Eilvese Bundessiegerin. Die Leidenschaft für Kühe ist seiner Tochter quasi in die Wiege gelegt. Im elterlichen Betrieb stehen 30 Milchkühe und ihre Kälber.

Nach dem Abitur hat Yvonne Prinzhorn ihre Ausbildung zur Landwirtin im Betrieb von Gerd Zerwer in Wulfelade begonnen. Bis zum Ende ihrer Ausbildung arbeitet sie auf dem Hof von Eberhard Mysegades in Winzlar. Die Auszubildenden sollen Praxiserfahrungen in mehreren Betrieben sammeln. „Das Besondere ist, dass wir auch im Ausbildungsbetrieb wohnen. Gerade haben wir eine WG zu dritt“, erzählt Yvonne Prinzhorn.

Der Gesellenprüfung im Mai sollen sich der einjährige Besuch einer Fachschule sowie ein Praxisjahr anschließen. An ihrem Beruf reizt sie der Umgang mit dem Tier. „Das Melken, die Geburten, die Aufzucht – einfach alles“, sagt die 20-Jährige. Dennoch weiß Prinzhorn nicht, ob sie später wirklich einen Betrieb übernimmt. „Die Milchpreise sinken, die Preise für Bullen sind im Keller, und das Futter wird immer teurer“, kritisiert die Frielingerin. Der Beruf mache ihr sehr viel Freude, aber es müsse sich auch lohnen.

Die beiden jungen Frauen stoßen beim Bundesfinale auf starke Konkurrenz mit 30 bis 40 Teilnehmern. Im Wettbewerb geht es um praktische Melkarbeit, um Milchhygiene und die Theorie über Rinderhaltung. Beim Melken kommt es auf Zeit, Sauberkeit und den Umgang mit der Kuh an. „Und darauf, wie ich die Kuh anspreche“, sagt Prinzhorn. Außerdem müssen die Melker wissen, wie so eine Melkanlage funktioniert. Gemolken wird entweder im Karussell oder im Fischgrätenstand.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sluj0wh59v19xn2hl5c
Advent in der Sprache der Musik

Fotostrecke Garbsen: Advent in der Sprache der Musik

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr