Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Auf der Horst: Nur 29 Prozent Wahlbeteiligung

Garbsen Auf der Horst: Nur 29 Prozent Wahlbeteiligung

Im Garbsener Stadtteil Auf der Horst haben am Sonntag nur 974 der 3416 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das bedeutet eine Wahlbeteiligung von 29,2 Prozent. Das ist der niedrigste Wert in der Region Hannover. Bei der Bundestagswahl vor drei Wochen waren es noch 43,9 Prozent. Woran liegt das?

Voriger Artikel
Orstfeuerwehr Horst überprüft die Hydranten
Nächster Artikel
Ratsherr Orhan Akdag wechselt zur BIG Partei

Im Stadtteil Auf der Horst haben bei der Landtagswahl nur etwa 29 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Quelle: Gerko Naumann

Auf der Horst. Anwohnerin Birgit Wildhage war am Sonntag in ihrem Wahllokal im Stadtteil Auf der Horst und hat ihr Kreuz gemacht. Wie immer. Aber sie kann auch diejenigen verstehen, die nicht von ihrem Recht Gebrauch gemacht haben. "Viele haben das Gefühl, dass sich ja doch nichts ändert", sagt sie und hat einen Ratschlag für die Politiker: Die sollten bei wichtigen Entscheidungen einfach mal die Bürger fragen.

Ein Mann, der gerade sein Fahrrad über den Herouville-Saint-Clair-Platz schiebt, war dagegen nicht wählen. Dafür hat er aber einen guten Grund. "Ich bin türkischer Staatsbürger und darf nicht", sagt er. Die niedrige Wahlbeteiligung habe ihn auch stutzig gemacht. "Normalerweise sollte doch jeder froh darüber sein, dass er wählen darf."

Warum das im Stadtteil nicht so ist, beschäftigt auch Quartiersmanager Marc Müller-de Buhr. Seiner Meinung nach müssen sich die Politiker hinterfragen, ob die Art ihres Wahlkampfes noch bei den Menschen ankommt. Ein Patentrezept gibt es aber nicht, weiß Müller-de Buhr. Im aktuellen Fall sei es auch zu "Abnutzungserscheinungen" gekommen, weil zwei Wahlen in drei Wochen angesetzt waren.

Das sieht auch Ortsbürgermeister Franz Genegel so. Aus seiner Sicht spielt es auch eine Rolle, dass im Stadtteil viele Menschen "mit sozialen Problemen leben", die grundsätzlich eher nicht zur Wahl gehen. Dieser Trend könne nur umgekehrt werden, wenn schon bei der Erziehung der Kinder in der Schule begonnen wird. "Sie müssen lernen, dass sie auch Einfluss auf die Geschehnisse vor Ort haben, wenn sie sich engagieren."

Von Gerko Naumann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xgcte8m57t1jrkfw6y2
Schüler diskutieren über Zukunft der Ozeane

Fotostrecke Garbsen: Schüler diskutieren über Zukunft der Ozeane

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr