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Obdachlosenwohnheim: Havelser bekunden Protest

Havelse/Marienwerder Obdachlosenwohnheim: Havelser bekunden Protest

Etwa 150 Havelser haben sich am Freitag versammelt, um gegen ein geplantes Obdachlosenquartier ein Zeichen zu setzen. Das soll nach dem Wunsch der Landeshauptstadt in Marienwerder entstehen.

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Die Feuerwehr hilft mit ihrem Megafon aus, bis die Lautsprecheranlage eintrifft: Bürgermeister Alexander Heuer spricht mit Havelsern über den möglichen Bau eines Containerquartiers für Obdachlose.

Quelle: Sven Sokoll

Garbsen. Etwa 150 Havelser hatten sich an der Stadtgrenze zusammengefunden. Sie verloren auch nicht die Geduld, als die Stadtverwaltung wegen des ungeahnten Ansturms eine Lautsprecheranlage organisieren musste und das mehr als ein halbe Stunde dauerte. Schließlich wollten die meisten von ihnen unbedingt die Gelegenheit nutzen, ein kraftvolles Zeichen gegen ein mögliches Obdachlosenquartier zu setzen, das die Landeshauptstadt auch für Marienwerder angedacht hat.

Dazu gebracht hat die Nachbarn die Annahme, dass die gelockerten Regelungen für Bulgaren und Rumänen zu einem großen Zustrom von Menschen aus diesen Ländern führen wird, die nur schwer in Wohnungen unterkommen werden - vor allem Sinti und Roma. Bürgermeister Alexander Heuer berichtete, dass die Hannoveraner nach seinen bisherigen Erkenntnissen offenbar nicht an das Alte Forsthaus als Standort denken, sondern wohl an das Betriebsgelände Am Hohen Holze. „Technisch könnte man sich das dort vorstellen“, sagte Heuer.

Doch sonst spreche aus Garbsener Sicht alles dagegen: Diese Meinung vieler Havelser hatte Heuer schon im Dezember an den hannoverschen Oberbürgermeister geschickt. Aus dessen wenig konkreter Antwort liest Heuer zumindest keinen klaren Stopp der Planungen heraus und will noch einmal schreiben - mit Verweis auf die deutlichen Proteste in Havelse. „Wir sind nicht nur ein paar nölige Rentner, sondern ein großer Teil der Bevölkerung“, sagte Klaus Mala, der das Treffen initiiert hatte mit dem Ziel: „Man darf hier keine neuen sozialen Brennpunkte schaffen.“ Allerdings gab es auch einzelne Mahnungen, den Fremden nicht nur mit Vorbehalten entgegen zu treten.

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