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Oberschulen im Eiltempo

Garbsen Oberschulen im Eiltempo

Jetzt muss alles ganz schnell gehen - und auch der Integrationsbeirat soll beteiligt werden: Mit dem Dringlichkeitsantrag von CDU/FDP, SPD und Unabhängigen zur Einrichtung von Oberschulen in Garbsen beschäftigen sich die Ratsfraktionen am Montag in einer Sondersitzung des Schulausschusses.

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Auslaufmodell: Die Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule hat bisher 14 Anmeldungen für das neue Schuljahr.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Die Dringlichkeit sehen alle Beteiligten: Die Anträge auf Einrichtung von Oberschulen müssen bis Ende Oktober eingereicht sein. Hauptschulen, darin sind sich die Ratsfraktionen einig, sind ein auslaufendes Modell: Sie sind längst Restschulen geworden, in die Eltern ihre Kinder nicht freiwillig schicken. Die Anmeldezahlen für die Nikolaus-Kopernikus-Schule im Stadtteil Auf der Horst und die Georg-Elser-Schule in Berenbostel sinken Jahr für Jahr und tendieren langfristig gegen null. In einer Oberschule, die aus vorhandenen Haupt- und Realschulen gebildet werden kann, würde diese prekäre Situation aufgefangen werden. Offen war in Garbsen bisher die Frage, ob ein gymnasialer Zweig mit installiert werden soll. Das gäben die Anmeldezahlen keinesfalls her, war bisher die Position der Stadtverwaltung.

Regulär hätte der Schulausschuss erst am 17. August wieder getagt. Das wäre knapp geworden mit den Anträgen. Deshalb will der Schulausschuss heute in Sondersitzung beschließen, jeweils die Hauptschule und die Realschule an den beiden Standorten Auf der Horst und Berenbostel zum Schuljahresbeginn 2017/18 zu Oberschulen zusammenzufassen - und zwar doch mit gymnasialem Zweig. Im Stadtteil Auf der Horst gleich zu Beginn, in Berenbostel „sobald die Schülerzahlen dies zulassen“, heißt es in der Beschlussvorlage, die auf den Dringlichkeitsantrag der Ratsfraktionen von CDU/FDP, SPD und Unabhängigen fußt.

Ein gymnasialer Zweig, so die Überlegungen der Politiker, würde die Oberschulen wesentlich attraktiver machen, da der Aufstieg nach oben offen wäre. Die Einrichtung könnte jedoch Auswirkungen auf die Schülerzahlen der drei bestehenden Gymnasien haben. Beide Oberschulen sollen zugleich Ganztagsschulen werden. Wenn der Schulausschuss einen entsprechenden Beschluss fällt, dann kann der Rat der Stadt gleich anschließend das Vorgehen absegnen. Die Grünen hätten gern vorab eine Elternbefragung. Auch darüber wird heute entschieden.

Unterdessen hat sich der Integrationsbeirat geäußert: Vorsitzender Foad Kazemzadeh bittet darum, das Gremium zu hören, denn „bei dieser Entwicklung sind die Interessen der Angehörigen der zugewanderten Bevölkerungsgruppen in besonderer Weise berührt“, schreibt er. Schüler aus zugewanderten Familien würden „weit überdurchschnittlich an die Hauptschulen verwiesen“. Dort bestehe für sie kaum die Möglichkeit, den Bildungsnachteil auszugleichen.Durch bloße Namensänderung einer Schulform würden die Bedingungen für Zuwanderer nicht geändert. Es müsse sich konzeptionell etwas tun. Unter anderem fordert der Integrationsbeirat, Kinder von Migranten und Flüchtlingen, aber auch Inklusionskinder „gerecht“ zu verteilen. Der Schulausschuss tagt heute ab 17 Uhr, der Rat ab 18.15 Uhr öffentlich im Ratssaal.

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