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Feuerwehr wird bei Einsatz beschimpft

Garbsen Feuerwehr wird bei Einsatz beschimpft

Die Ortsfeuerwehr Garbsen hat einen harten, arbeitsintensiven und anstrengenden September hinter sich: 34-mal ist sie zu Einsätzen gerufen worden, ein Durchschnitt von 20 wäre normal. Und bei einem dieser Einsätze ist die Feuerwehr beschimpft worden - eine ganz neue Situation, "die uns sehr nachdenklich macht", sagt Ortsbrandmeister Thomas Cremer.

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Einer der schwierigen Einsätze im September: Ameisensäure war aus einem Container gelaufen.

Quelle: Feuerwehr Garbsen

Garbsen. Eine kleine Gruppe habe Feuerwehrleute bei einem nächtlichen Löscheinsatz angegriffen und ihnen vorgeworfen, dass sie sich nicht kümmerten und nicht richtig löschten und dass das Löschen zu lange dauere. "Da hat sich ein allgemeiner Frust entladen und uns getroffen", sagt Cremer. Es sei nachvollziehbar, wenn Menschen bei einem Löscheinsatz ungeduldig würden. "Vielleicht müssen wir da über mehr Betreuung nachdenken", sagt Cremer. Trotzdem bleibt bei der Feuerwehr ein bitterer Nachgeschmack bei so hoher Belastung wie im September.

2500 Dienststunden hat Cremer gezählt. Das Einsatzgeschehen im September reichte von schweren Verkehrsunfällen über einen Gefahrguteinsatz, bei dem Ameisensäure aus einem Container ausgelaufen war, bis zu mehreren Bränden in Gebäuden sowie ausgelösten Brandmeldeanlagen und Tierrettungen. "Bei 34 Einsätzen ergaben sich zusammen rund 357 Einsatzstunden", sagt Cremer. Viele Nachteinsätze waren dabei - eine zusätzliche Belastung für die Feuerwehrleute. 304 Stunden waren es darüber hinaus bei den regelmäßigen wöchentlichen Ausbildungs- und Übungsdiensten.

Bei einer hohen Einsatzbelastung vermehre sich auch die Arbeit der ehrenamtlichen Geräte- und Atemschutzgerätewarte. Material und Ausrüstung müssten getauscht, überprüft oder neu bestellt werden. Fahrzeuge seien zu reinigen und zu pflegen - mehr als 90 Stunden hat Cremer gezählt.

Beim Kartoffelfest auf Ammans Hof waren mehr als 110 Helfer eingebunden: Die Resonanz "war riesig", sagt Cremer, zwischendurch musste Nachschub an Getränken und Verpflegung organisiert werden. Für das Großereignis zählte Cremer allein 1440 Stunden. Das Betreuerteam der Jugendfeuerwehr hat im vergangenen Monat bei der Weiterbildung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen allein 136 Stunden  geleistet. Das Fahrsicherheitstraining bedeutete ebenfalls 136 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die Verwaltungsarbeit der Führungskräfte - darunter auch die aufwändigen Freistellungsbescheinigungen, die nach jedem Einsatz fällig sind - schlägt mit weiteren 70 Stunden zu Buche.

"Ehrenamtliches Engagement gerade im abwehrenden Brandschutz ist nicht selbstverständlich", sagt Cremer. Die rund 500 aktiven Einsatzkräfte in den zehn Ortsfeuerwehren der Stadt "üben eine gefährliche und zugleich sehr umfangreiche ehrenamtliche Arbeit" aus. Diese sei geprägt von hohem persönlichen Engagement "zulasten der Freizeit und sicher auch der Familien und dem Freundeskreis". Deshalb brauche die Feuerwehr die Unterstützung aller, "der Verwaltung, der Politik und der Bürger unserer Stadt", sagt Cremer.

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Nachteinsatz der Ortsfeuerwehr Garbsen: Auf der B6 war ein Traktor angefahren worden und fiel auf die Fahrbahn.

Quelle: Feuerwehr Garbsen
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