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Ortsrat lehnt mehr Verkehrskontrollen in Schloß Ricklingen ab

Garbsen Ortsrat lehnt mehr Verkehrskontrollen in Schloß Ricklingen ab

Mit zwei Anträgen zur Verkehrsüberwachung ist die CDU Schloß Ricklingen im Ortsrat auch an den eigenen Fraktionskollegen gescheitert. In den Anträgen waren mehr Tempomessungen auf der Karl-Prendel-Straße sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Burgstraße gefordert worden. Die Anträge gehen jetzt in den Ausschuss für Stadtentwicklung.

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Das ist die schwierige Kreuzung in Schloß Ricklingen: Rechts geht es zur Leinebrücke, links in die Karl-Prendel-Straße, geradeaus beginnt der Tempo-30-Bereich der Burgstraße.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen/Schloß Ricklingen. Es geht um die Karl-Prendel-Straße und die Burgstraße, die beiden Straßen, die von der Brücke aus durch Schloß Ricklingen führen und an manchen tagen, wenn die Autobahn verstopft ist, auch viel Lastwagenverkehr aufnehmen müssen. Die CDU Schloß Ricklingen, unterstützt von der CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt, hatte entlang der Karl-Prendel-Straße einen weitere Messpunkt für den mobilen Blitzer und für die Tempo-30-Zone der Burgstraße Fahrbahnverengungen beantragt.

Spitzengeschwindigkeiten von innerorts bis zu 105 Kilometer pro Stunde will die CDU festgestellt haben, auch in den Tempo-30-Zonen werde zu schnell gefahren, heißt es in den Begründungen. Die Polizei begrüße die Anträge als sinnvoll.  Auf der Burgstraße sei die Einrichtung der Tempo-30-Zone "wirkungslos", wenn nicht wie in Meyenfeld auch bauliche Veränderunngen vorgenommen würden. Die Burgstraße ist eine Kreisstraße (K 341), ebenso die Ortsdurchfahrt mit der Karl-Prendel-Straße (K 322). Da hat die Region Hannover ein Wörtchen mitzureden.

Im Ortsrat Horst stieß das Thema nicht auf Gegenliebe: Manfred Kammler (AfD) sagte, er sehe kein Erfordernis für die vorgeschlagenen Maßnahmen. Er habe mit der Polizei gesprochen. Es gebe dort keinen Unfallschwerpunkt, und das Höchsttempo werde nicht stark überschritten. Diese Anträge seien schon viele Male gestellt worden, sagte Günther Barthel (SPD). Mehr Tempomessungen hülfen niemandem weiter. Er sehe ebenfalls keinen Sinn in den Anträgen, sagte Thomas Balke (CDU), das würde die Staus nur verschlimmern. Er habe gehofft, es werde Ruhe sein mit den immer gleichen Anträgen aus Schloß Ricklingen, sagte Günther Petrak (Unabhängige).

Schon die Stadtverwaltung hatte die Anträge abgelehnt: Ein Messpunkt sei in der Karl-Prendel-Straße bereits vorhanden. Bei der Burgstraße soll die Veröffentlichung des Masterplans Mobilität abgewartet werden. Dieses Argument führt die Verwaltung in den vergangenen Monaten häufiger an, wenn es um gewünschte Verkehrsmaßnahmen geht.

Ortsbürgermeister Peter Hahne (CDU) hat dann über die Vorlage zur Karl-Prendel-Straße abstimmen lassen: Der Ortsrat war einstimmig dafür, die Dinge zu belassen. Antragsteller Björn Tegtmeier aus Schloß Ricklingen nahm krankheitsbedingt nicht an der Sitzung teil. Die Vorlage zur Burgstraße ist nur eine Information für die Gremien. Über sie musste nicht abgestimmt werden.

Die Verwaltung hat in der Karl-Prendel-Straße im vergangenen Jahr 17-mal gemessen. Der Prozentsatz der Überschreitungen liegt zwischen neun und 19 Prozent. "Die höchsten Tempowerte liegen zwischen 55 und 60", sagte Stadtsprecherin Jutta Grätz.

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung hat das Thema am Mittwoch, 17. Mai, auf der Tagesordnung. Der Rat entscheidet voraussichtlich am 19. Juni darüber.

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