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Kontaktsperre wegen Pferde-Herpes bald beendet?

Heitlingen Kontaktsperre wegen Pferde-Herpes bald beendet?

Die Viruserkrankung Pferde-Herpes grassiert derzeit in der Region, zwei Pferde sind bisher daran gestorben. Doch Neuerkrankungen sind nicht bekannt. Die Kontaktsperrre der Tiere untereinander könnte bald aufgehoben werden.

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Ihn treibt die Sorge um die Tiere um: Volker Tegtmeyer von der Pferdepension in Heitlingen führt den Hengst Dagobert Black.

Quelle: Flicke

Garbsen. Das Risiko war Volker Tegtmeyer vom Pferdepensionsbetrieb Heitlingen zu groß. Kurzfristig sagte er vergangene Woche das für Sonnabend geplante Reitturnier wegen der akuten Fälle von Pferde-Herpes ab. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber es war richtig“, sagt er.

Ein Jahr lang dauert es, ein solches Turnier vorzubereiten, doch die Sicherheit der Tiere war ihm wichtiger. Keines der 70 Pferde in seinem Betrieb ist bisher erkrankt, bei dem Zusammentreffen mit anderen Tieren hätte dies schnell geschehen können, sagt er. „Es geht um die Pferde, nicht um den Menschen.“ Kein Pferd würde unter der Absage des Turniers leiden, wenn, dann seien wohl eher die Menschen enttäuscht. Doch auch die Reiter und Richter zeigten sich verständnisvoll. „Ich bekam sehr viel positive Resonanz“, sagte Tegtmeyer.

Die Viruserkrankung Pferde-Herpes grassiert derzeit in der Region, zwei Pferde sind bisher daran gestorben. Das Virus wird durch Tröpfchen von Tier zu Tier übertragen, auch eine indirekte Übertragung vom Menschen auf das Tier ist möglich. „Die Pferde haben Grippesymptome, sind kraftlos und bekommen Fieber“, sagt Tegtmeyer. Für Menschen besteht allerdings keine Gefahr.

Die Pferde von Tegtmeyers Hof sind allesamt gegen Pferde-Herpes geimpft. Dies schließe zwar eine Ansteckung nicht aus, allerdings trete die Krankheit dann in einer weniger schlimmen Form auf. Zudem würden die Tiere weniger Viren übertragen. Wenn es nach Tegtmeyer geht, würde dies eine Pflicht für alle Höfe sein.

Um die Tiere zu schützen, dürfen die rund 70 Pferde keinen Kontakt zu Pferden anderer Höfe haben. Auch der Reitunterricht fällt erst einmal aus. Doch Tegtmeyer ist optimistisch, dass diese Form der Quarantäne bald aufgehoben werden kann. „Es sind keine neuen Fälle mehr bekannt. Wenn das so bleibt, können die Tiere zum Wochenende wieder mit anderen Tieren zusammentreffen.“

Symptome sind hohes Fieber und Husten

Pferde-Herpes ist eine Viruserkrankung, die zur Infektion der Atemwege der Tiere führt. Die Symptome sind hohes Fieber, Husten und Nasen- und Augenausfluss. Bei den jüngsten Fällen in Sehnde sind zwei Pferde an den Folgen der Erkrankung gestorben. Ein weiteres Pferd wird behandelt. 70 bis 90 Prozent aller Pferde sind nach Schätzung des Tiermediziners Karsten Feige von der Tierärztlichen Hochschule in Hannover mit Herpesviren infiziert – meist, ohne dass die Besitzer es wissen. In Stresssituationen könne die Krankheit ausbrechen und sich dann schnell verbreiten. Pferde-Herpes ist keine melde- oder anzeigepflichtige Krankheit

von Carmen Flicke

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