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Hinüber zum Picknick mit Poesie

Unser Veranstaltungstipp Hinüber zum Picknick mit Poesie

Der Hinübersche Garten am Kloster Marienwerder besteht in diesem Jahr ein viertel Jahrtausend. Die Region Hannover lädt deshalb in ihrer Reihe Gartenregion für Sonnabend, 1. Juli, zu Poesie und Picknick ein.

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Der Hinübersche Garten gilt als einer der ersten deutschen Landschaftsgärten nach englischem Vorbild.

Quelle: Astrid Eblenkamp

Marienwerder. Aus Anlass des Jubiläums laden zwölf hannoversche Freimaurerlogen und die Gartenregion Hannover für Sonnabend, 1. Juli, zu einem sommerlichen Picknick mit Gedichten von Rainer Maria Rilke ein. "Komm in den vergessenen Park" heißt das Thema dieser Veranstaltung. Die Texte des großen Gartenfreundes trägt der Fernsehjournalist und Schauspieler Peter Kellner vor. Er wird begleitet von Roland Baumgarte (Cello), Michael Tewes (Oboe) und Leonhard Brandstetter (Gitarre). Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr, der Eintritt ist frei.

Dr. Siegfried Schildmacher, Meister vom Stuhl der Loge "Friedrich vom weißen Pferde", bietet für historisch interessierte Besucher um 14 Uhr eine Parkführung an. Ererläutert die zahlreichen freimaurerischen Spuren in der Grünanlage.

Info: Komm in den vergessenen Garten, Sonnabend, 1. Juli, 15 Uhr (Parkführung: 14 Uhr). Hinüberscher Garten, Quantelholz 62, Hannover-Marienwerder. Treffpunkt ist das Denkmal von Georg von Hinüber (Nähe Teich). Der Eintritt ist frei. Picknick und eine mobile Sitzgelegenheit oder Decke bitte mitbringen und Picknick-Abfälle bitte wieder mitnehmen.

Wo die Natur Gärtner sein darf - der Hinübersche Garten

Der Hinübersche Garten in Marienwerder ist einer von Deutschlands ältesten Landschaftsgärten im englischen Stil. 1767 hat Jobst Anton von Hinüber den Park anlegen lassen. Seit 1987 steht er unter Denkmalschutz. "Seitdem haben wir den Teich entschlammt, die Insel neu bepflanzt und trotz aller Modernisierungsmaßnahmen versucht, die ursprüngliche Struktur weitgehend unverändert zu lassen", sagt Claudia Wollkopf, Sachgebietsleiterin Umwelt und Stadtgrün bei der Stadtverwaltung Hannover.

Im Gegensatz zu geometrisch strengen und protzigen Barockgärten konnte sich die Natur im englischen Garten weitgehend frei entfalten. "Das natürliche und die Landwirtschaft wurden in die Parkanlagen integriert", sagt Wollkopf. Zahlreiche neue Schilder informieren über Wissenswertes und die Historie der rund 20 Hektar großen Anlage. "Hinüber hat den Garten als Rundgang angelegt, der das Leben eines Freimaurers vom Lehrling bis zum Meister darstellen soll", sagt Wollkopf.

Dieser Initiationsweg ist auch heute noch begehbar. "Besucher werden auf die Säulen der Humanität, nämlich Toleranz, Brüderlichkeit, Gleichheit und Freiheit, hingewiesen", sagt Wollkopf – durch Kunstwerke oder Tafeln mit Sinnsprüchen. Natur pur genießen, das geht natürlich auch. Im Park haben zahlreiche Vogelarten sowie Fledermäuse, Rehe und Biber ihr Revier.

Von Markus Holz und Lisa Malecha

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