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Mit dem Pilzexperten durch den Wald

Garbsen Mit dem Pilzexperten durch den Wald

Sie gehören zu den ältesten Lebewesen der Welt und bieten eine unermessliche Vielfalt: Pilze. Experte Horst Labitzke kennt sich aus in der Welt der Pilze. Sein Wissen bringt er Teilnehmern auf Exkursionen nahe - so auch am Sonntag in Osterwald.

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Interessiert lauschen die Teilnehmer den Ausführungen von Pilzexperte Horst Labitzke (Zweiter von rechts) und begeben sich auf die Suche nach Pilzen.

Quelle: Lütjens

Osterwald. 20 Teilnehmer erwarten den Papst der Pilze am Auterweg, einige haben bereits mehrfach an Pilzspaziergängen teilgenommen. "Ich möchte mein Wissen immer weiter vertiefen", sagt Dieter Meißner aus Osterwald. Doch bevor es mit Körbchen, Messer und Pinsel in den Wald geht, steht erstmal Theorie auf dem Plan.

"Nur Kenntnis schützt vor Vergiftung", sagt Labitzke. Drei Jahre hat seine Ausbildung zum Pilzberater gedauert. Die Aufklärung der Pilzsammler steht für ihn daher an erster Stelle. Er empfiehlt zunächst Literatur, unter anderem ein Buch der Neustädter Biologin Rita Lüder. Sie bietet ebenfalls Seminare und Exkursion an und arbeitet mit Labitzke in der Myko-Gesellschaft im Wiesentgehege Springe zusammen.

Bücher mit Zeichnungen seien besonders geeignet, betont Labitzke. Oft unterscheiden nur Nuancen den essbaren vom giftigen Pilz. Beispielsweise gibt es zwei giftige Arten von Champignons, den Karbol- und den Perlhuhnchampignon. Roh sind nur Champignons und der Orange Becherling zu genießen.

Labitzke rät, im Supermarkt nie in Folie eingeschweißte Pilze zu kaufen. "Besser die losen nehmen, und die Schnittfläche darf nicht braun sein". Pilze im Wald werden nicht abgeschnitten, sondern herausgedreht, um das Mycel nicht zu zerstören. Die Teilnehmer erfahren, dass der Shiitake als Gesundheitspilz gilt, manche Pilzsorten wie Hallimasch oder Perlpilz vor dem Verzehr abgewellt werden müssen und, dass die meisten Nährstoffe im Fruchtkörper sitzen.

Pilze mögen es feucht und kalt so wie an diesem Sonntag, die Saison dauert von März bis Oktober. Labitzke macht den Sammlern dennoch wenig Aussicht auf reiche Beute. Der Grund: Es hat bislang zu wenig geregnet. "Ich war letztes Jahr schon dabei, da haben wir zwei Körbe voll gesammelt", sagt Marcus Schüring. Er und seine Familie kennen zwei Pilzarten, die sie sammeln.

"Ich habe einen", ruft Michael Schmidt. Es ist ein Täubling, der essbar ist. Auch der Schopftintling ist wohlschmeckend. Alle gefundenen Pilze werden begutachtet, Labitzke weiß zu jedem etwas zu erzählen. "Ich bleibe bei meinen Maronen und Steinpilzen, sonst wird es zu kompliziert", sagt Peter Harzig. Schließlich gibt es 6000 Sorten, davon 600 die sichtbar über der Erde wachsen.

Der nächste Pilzspaziergang ist am Sonnabend, 15. Oktober. Die Teilnehmerzahl ist auf 22 begrenzt. Tickets kosten 4 Euro, Kinder ab vier Jahren bezahlen 3 Euro. Karten sind im Kulturbüro des Rathauses Garbsen erhältlich.

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