Auf der Horst. Das Planetencenter oder zumindest Teile davon sollen nicht mehr als Bestandteil eines großen Pakets den Eigentümer wechseln. Das hat das mit dem Verkauf beauftragte Unternehmen CR Investment Management vor Weihnachten bestätigt.
Nach Berichten der Immobilien-Zeitung hatten sich für das jetzt noch 60 deutsche Objekte umfassende Paket namens Aesop keine hinreichend zahlungsbereiten Käufer gefunden. Die Deutsche Bank hatte das Immobilienpaket, zu dem vor allem Einzelhandelsgebäude gehören, einst für den Londoner Finanzinvestor Dawnay, Day finanziert, der es später in die Tochtergesellschaft Treveria überführte. Nach der Insolvenz des eigenständig geführten Bestands wollte die Bank die Immobilien zu Geld machen. Nachdem sie insgesamt im Sommer 2010 noch auf einen Wert von 520 Millionen Euro geschätzt worden waren, erschienen der Bank die Gebote, die nach den Berichten nicht mehr als 450 Millionen Euro betragen haben sollen, offenbar zu niedrig.
Nun wird CR sich weiter um einen Verkauf bemühen, aber eben Stück für Stück oder in Teilpaketen. Dabei hat Aesop auch seinen Namen geändert: Das Portfolio firmiert nun unter der Bezeichnung Horaz.
Die Stadt setzt ihre Hoffnung darauf, dass sie nach dem Verkauf möglichst des kompletten Centers wieder einen Ansprechpartner hat, mit dem sie über die überfällige Erneuerung verhandeln kann. Parallel prüft sie auch, ob das Planetencenter mit in das Sanierungsprogramm Soziale Stadt aufgenommen werden sollte.
Sven Sokoll
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