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Politik unterstützt Protest gegen das Bordell

Garbsen Politik unterstützt Protest gegen das Bordell

Seitdem die Pläne eines Investors für ein Großbordell in Garbsen bekannt geworden sind, wird der Protest dagegen immer lauter. Dem schließt sich die Politik nun offiziell an. Ein Antrag der CDU/FDP-Gruppe im Rat sieht vor, dass die Stadt "alle Maßnahmen ausschöpft", um das Projekt zu verhindern.

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In dem Gebäude des früheren Praktiker-Baumarktes in Altgarbsen könnte bald ein Bordell eröffnen.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen. Zumindest eines hat die Diskussion über das geplante Großbordell in Garbsen jetzt schon gebracht: Alle Fraktionen im Rat sind sich bei diesem Thema mal einig. Ein Zustand, den es in den vergangenen Monaten im größtenteils heftig geführten Streit um die Bäderfrage nicht mehr gegeben hatte.

Jetzt hat die CDU/FDP-Gruppe im Rat die Aufgabe übernommen, einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung der Stadt Garbsen zu formulieren. Darin heißt es, dass die Planungen für Großbordell auf dem Gelände des ehemaligen Praktiker-Marktes in Altgarbsen von "Rat, Verwaltung und einem großen Teil der Garbsener Bevölkerung eindeutig abgelehnt wird". Deshalb müssten alle Maßnahmen ausgeschöpft werden, die dazu dienen, dass Projekt zu verhindern.

Der Rat wird in seiner nächsten Sitzung am Montag, 3. April, über den Beschlussvorschlag sprechen. Konkret heißt es darin: "Der Rat fordert die Verwaltung auf, alle geeigneten rechtliche, politischen und öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen einzuleiten, die diesem Ziel dienen können." Der beste Weg, so heißt es vonseiten der CDU/FDP-Gruppe, wäre eine Einigung mit dem Eigentümer. Dieser solle dazu bewegt werden, das Grundstück nicht an den Investor zu verkaufen, der sich mit den Bordell-Plänen an die Stadt gewandt hat.

Um auf Nummer sicher zu gehen, soll gleichzeitig geprüft werden, ob die Stadt das Gelände selbst kaufen kann. Die Antragssteller wollen in diesem Zusammenhang wissen, ob es eine "wirtschaftlich vertretbare Lösung gibt", das Grundstück selbst zu nutzen oder anschließend weiter zu verkaufen.

Politiker anderer Fraktionen und auch Verwaltungsmitarbeiter hatten sich in den letzten Monaten ähnlich geäußert und auch an Protestaktionen teilgenommen. Gegen das Großbordell hat sich mittlerweile eine Bürgerinitiative gegründet. Deren Mitglieder haben bereits vor dem ehemaligen Praktiker-Gebäude und im Rathaus mit selbst gemalten Plakaten demonstriert. Sie sorgen sich darum, dass der in den vergangenen Jahren deutlich verbesserte Ruf der Stadt Garbsen leiden könnte. Außerdem halten sie Arbeitsbedingungen in einem solchen Großbordell für unmenschlich und frauenverachtend und sehen die Gefahr, dass mit einem solchen Betrieb auch die Kriminalität in der Stadt zunimmt. 

Frist für Unterschriften endet

Noch bis Freitag, 31. März, nimmt die Initiative gegen das geplante Großbordell Unterschriften entgegen. Ausgefüllte Listen können bei Organisatorin Erika Böker abgegeben werden. Die Adresse lautet: Glockenkuhle 18, 30823 Garbsen. Böker udn anderen Gegner des Großbordells wollen die gesammelten Unterschriften dann bei der Ratssitzung am 3. April an Bürgermeister Christian Grahl übergeben, um dem Protest Ausdruck zu verleihen.

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Bürger protestieren im Garbsener Rathaus mit selbst gemalten Plakaten gegen das geplante Großbordell.

Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

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