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Politiker kritisieren GSC-Vorstand scharf

Garbsen Politiker kritisieren GSC-Vorstand scharf

Der Konflikt zwischen dem Garbsener SC und Türkay Spor Garbsen scheint gelöst. Der Ortsrat findet, dass dem GSC ab dem 1. Januar 360 Euro pro Jahr mehr für die Pflege des Kunstrasenplatzes am Planetenring zustehen. Das Verhalten des GSC-Vorstands kritisierten die Politiker aber mit deutlichen Worten.

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Kleiner Platz, großer Streit: Die Garbsener Politik will sich nicht länger mit den Kosten für den Kunstrasenplatz am Planetenring befassen müssen.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen-Mitte. Die Fakten sind eindeutig, der Umgang miteinander stark verbesserungswürdig: Etwa so lautet das Urteil des Garbsener Ortsrates zum seit Wochen schwelenden Streit zwischen den Fußballern vom Garbsener SC und Türkay Spor Garbsen. Zum Hintergrund: Der GSC pflegt - im Auftrag der Stadt - auf seinem Gelände am Planetenring im Stadtteil Auf der Horst einen Kunstrasenplatz. Den nutzen auch die Kicker von Türkay Spor. Dafür zahlen sie einen Kostenbeitrag, der aufgrund der gestiegenen Energie- und Personalkosten um 360 Euro pro Jahr erhöht werden soll. Dass diese Forderung gerechtfertigt ist, hat der Ortsrat bereits im vergangenen Jahr beschlossen.

Streit ist nun allerdings darum entbrannt, ab wann die Kostenerhöhung gelten soll. Bei einem Ortstermin am Fußballplatz einigten sich alle Beteiligten auf den 1. Juli 2017 als Kompromiss. Auch der GSC-Vorsitzende Jörg Gossler stimmte dem Vorschlag zu. Wenig später wurde er aber vom übrigen Vorstand überstimmt - der will schon rückwirkend ab dem 1. Januar mehr Geld sehen.

Kompromiss wird zurückgezogen   

Wilfried Aick (SPD) fand für dieses Vorgehen klare Worte. "An Stelle von Herrn Gossler wäre ich sofort als Vorsitzender zurückgetreten", sagte er. Inhaltlich sei die Forderung des GSC nachvollziehbar. Die Vertrauenswürdigkeit des GSC-Vorstandes habe allerdings erheblich gelitten. Rechtlich sei dessen Verhalten nicht zu beanstanden, betonte Monika Probst, die bei der Stadt Garbsen unter anderem für Sport und Kultur zuständig ist. "Es ist allerdings ärgerlich, wenn man sich erst zusammengesetzt hat und der gefundene Kompromiss dann doch nicht gültig sein soll."

Ortsbürgermeister Franz Genegel (CDU) wies noch auf ein anderes Problem hin. Seiner Ansicht nach sei es endlich Zeit, das Thema abzuschließen. Es hätten sich schon zu viele politische Gremien damit befasst, ob 360 Euro pro Jahr mehr gezahlt werden sollen. "Der ganze Aufwand lohnt sich bei dieser Summe doch gar nicht", sagte Genegel. Immerhin: Wegen der lange andauernden Diskussion habe Türkay Spor genügend Zeit gehabt sich auf die neue Summe einzustellen.

Das sahen die übrigen Mitglieder des Ortsrats offenbar ähnlich. Sie sprachen sich trotz der Bedenken erneut einstimmig dafür aus, dass die zusätzlichen 360 Euro pro Jahr ab Januar zu zahlen sind. Der Schlusspfiff - um in der Sprache des Fußballs zu bleiben - ertönt am 20. Februar im Rat.

Von Gerko Naumann

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