Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Polizisten werden angegriffen und beleidigt

Garbsen Polizisten werden angegriffen und beleidigt

Die Garbsener Polizei hat ein anstrengendes und unerfreuliches Wochenende hinter sich. Am frühen Sonnabendmorgen hat eine betrunkene Frau versucht, Beamte zu schlagen und zu treten. Ein auf frischer Tat erwischter Autoknacker beleidigte die Ermittler derart ausdauernd und massiv, dass er in einer Zelle landete.

Voriger Artikel
Praktikum im Blaulicht schärft den Blick
Nächster Artikel
Autofahrer beschädigt Wiese auf Spielplatz

Garbsener Polizisten sind am Wochenende mehrfach bedroht und beleidigt worden.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Berenbostel/Garbsen-Mitte. Am Sonnabendmorgen um 6.15 Uhr wurden die Polizisten zu einem Wohnhaus in Berenbostel gerufen. Zunächst vermuteten sie aufgrund von Zeugenaussagen, dass eine Frau von zwei Männern gegen ihren Willen in das Haus gezerrt worden sei. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass es sich um die Wohnung der Frau handelte - und dass sie das Problem war.

Offenbar stark angetrunken begann sie nach Darstellung der Polizei sofort damit, die Polizisten zu beleidigen. Diese versuchten erfolglos, die Frau zu beruhigen. Die 25-Jährige schlug und trat auf die Beamten ein. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray gelang es den Polizisten, die Frau zu überwältigen und ihr Handschellen anzulegen. Selbst in dieser Lage fluchte die Frau weiter und drohte, die Polizisten umzubringen. Auf der Wache stellte sich heraus, dass die 25-Jährige rund 1,5 Promille Alkohol im Blut hatte. Keiner der Beamten wurde bei dem Einsatz verletzt.

In der Wohnung der Frau befanden sich noch deren drei Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren. Sie wurden von Mitarbeitern des Jugendamtes abgeholt und in Sicherheit gebracht, wie die Polizei mitteilt. Gegen die Frau wird nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung ermittelt.

Autoknacker landet in der Zelle

Das war nicht der einzige Einsatz an diesem Wochenende, bei dem Beamte persönlich angegangen wurden. In der Nacht zu Sonnabend hatte bereits ein stark angetrunkener Mann mächtig Ärger gemacht. Der 17-Jährige und drei Komplizen waren von einem Zeugen beobachtet worden. Der Minderjährige trat gegen die Scheiben mehrerer Autos, um sie aufzubrechen. Noch bevor das gelang, konnte er von den Ermittlern vorläufig festgenommen werden.

Damit begann der unangenehme Teil für die Beamten allerdings erst. Kurz nach der Verhaftung fing der 17-Jährige an, die Polizisten ohne Pause zu beleidigen. Als der Vater des jungen Mannes ihn auf der Polizeiwache abholen wollte, kam es zwischen beiden zu einem Handgemenge. Die Polizisten griffen ein und sperrten den 17-Jährigen zum Ausnüchtern in eine Zelle. Doch auch das zeigte offenbar keine Wirkung. Selbst als später die Mutter kam, beleidigte er weiter die Beamten - die mittlerweile ihre Kollegen von der vorherigen Schicht abgelöst hatten.

Diese geballte Aggressivität und der Hass gegen Beamte seien nicht alltäglich, sagte Schichtleiter Klaus Löffelholz. Mit welchen Worten die Beamten in den beiden genannten Fällen belegt wurden, will Löffelholz "lieber nicht in der Zeitung lesen". Er betonte aber, dass seine Kollegen nur noch dann "Anzeigen wegen Beleidigungen schreiben, wenn sie wirklich massiv sind".

Von Gerko Naumann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sp8g96gyjq59jb9k5w
Fairness wird in Garbsen groß geschrieben

Fotostrecke Garbsen: Fairness wird in Garbsen groß geschrieben

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr