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Polnische Austauschschüler bei Partnerschule

Garbsen Polnische Austauschschüler bei Partnerschule

Die anstrengende achtstündige Busfahrt ist vergessen, jetzt beginnt für die polnischen Schüler aus Garbsens Partnerstadt Wrzesnia der schönere Teil des Austauschs. Seit 2002 besteht das Austauschprojekt. Im Laufe der 15 Jahre entwickelten sich jedes Mal Freundschaften unter den Schülern.

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Fünf Tage lang sind 13 Schüler aus Garbsens polnischer Partnerstadt Wrzesnia zu Besuch beim Geschwister-Scholl-Gymnasium.

Quelle: Benjamin Behrens

Berenbostel. 13 Schüler der Schule "Zespol Szkol Technicznych i Ogolnokstalcacych" werden eine Woche lang zusammen mit Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums verbringen. "Zwei Schüler sind leider krank geworden", sagt Robert Ulferts. Der Religionslehrer betreut den Austausch. "Letztes Jahr waren wir an Fronleichnam da, da war richtig was los", erinnert sich Ulferts an die feierlichen Prozessionen auf den Straßen, typisch für das mehrheitlich katholische Land.

Auch für den Gegenbesuch ist einiges geplant. Ein Ausflug nach Bremen, inklusive Besuch im Überseemuseum, steht am Mittwoch an. Am Donnerstag geht es auf den Spuren Martin Luthers durch Hannover. Die Stadt bietet zum 500. Jubiläum der Reformation eine Sonderführung an, die Hannovers Geschichte während der Reformation zeigt.

Martin Luther beschäftigt die Schüler auch schon am Dienstag. Das Deutsch-Polnische Jugendwerk fördert den Austausch, dafür müssen die Schüler ein zweisprachiges Projekt erarbeiten. In diesem Jahr wird es ein Gesellschaftsspiel mit dem Thema Martin Luther.

Sophia Rouvas zeichnet am Spielplan. "Je nachdem auf welches Feld man kommt, müssen Fragen beantworten werden", erklärt die 15-Jährige aus Garbsen. 

Simone Sieminska hat selbst polnische Wurzeln, in den Ferien war sie oft in Polen. "Auch in Wreschen", sagt die 15-Jährige Garbsenerin. Falls Deutsch oder Englisch nicht weiterhelfen, dolmetscht die Schülerin. Jetzt arbeitet sie mit Kasia Brzezinska an den Fragen. "Ich bin zum ersten Mal hier", sagt die 17-jährige Austauschschülerin. "Ich freue mich darauf neue Leute kennen zu lernen", sagt sie.

Am Ende der Woche sind so oft neue Freundschaften entstanden, sagt Lehrerin Olga Przyjemska. "Beim Abschied gab es schon manchmal Tränen", erinnert sich die polnische Deutschlehrerin.

Das ist Garbsens Partnerstadt Wrzesnia

Heute hat Wrzesnia, die deutsche Bezeichnung lautet Wreschen, rund 30.000 Einwohner. Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1256. Die Einwohner des Ortes waren überwiegend Polen, ab Mitte des 17. Jahrhundert begannen Deutsche, sich anzusiedeln. Ab 1793 gehörte die Stadt zu Preußen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Wrzesnia einen wirtschaftlichen Aufschwung, zahlreiche Industriebetriebe siedelten sich an. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion schlossen auch viele Fabriken. 2016 entstand ein Werk des Volkswagenkonzerns am Stadtrand. Auf einem Gelände von 220 Hektar, können 100.000 Exemplare des Kleintransporters Crafter pro Jahr gebaut werden. 3000 Beschäftige hat das Werk. Seit 1991 besteht die Partnerschaft mit Garbsen.

Von Benjamin Behrens

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