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Post räumt Probleme bei der Zustellung ein

Garbsen Post räumt Probleme bei der Zustellung ein

In den vergangenen Wochen haben Garbsener in mehreren Ortsteilen keine Briefe und Pakete bekommen - teilweise tagelang. Die Deutsche Post räumt ein, dass es aufgrund der Neuaufteilung der Zustellbezirke und von Krankheitsfällen zu Verzögerungen gekommen ist. Das soll künftig nicht mehr vorkommen.

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"Seit dem Sommer ist es eine Katastrophe": Renate Köhler aus Stelingen steht häufig vor einem leeren Briefkasten, obwohl sie Post erwartet.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen. Schon in der Vorweihnachtszeit hatten Gerhard de Vries und seine Frau Johanne in Berenbostel Probleme damit, dass Sendungen später ankamen. Gerhard de Vries hat bei einem Reisebüro lange vor den Feiertagen für seine Tochter eine Reise gebucht und wollte ihr das passende Ticket schenken, das aber nicht ankam. "Ich hab das anders lösen müssen. Das Reisebüro hat es mir elektronisch geschickt", sagt der 70-Jährige. Einen formlosen Computerausdruck wollte er eigentlich nicht verschenken.

Verärgert begann er, bei der Post nachzuforschen. Die gelobte Besserung – doch die Sendungen blieben weiter aus. Nach einer erneuten Beschwerde war die Kundenbetreuung selbst verwundert. "Offen gestanden, auch wir sind erstaunt, dass die Zustellung ihrer Briefpost trotz unserer Zusage auf Besserung nicht geklappt hat", heißt es in der Antwortmail.

Trauerkarte kommt zu spät an
In Stelingen schildert Renate Köhler eine ähnliche Lage, die sogar schon seit Mitte vergangenen Jahres anhält. "Wir haben es immer mal wieder", sagt Köhler. Persönlich betroffen gemacht hat sie eine verspätete Trauerkarte mit der Einladung zur Beerdigung, die nicht rechtzeitig ankam. Von Nachbarn kennt sie ähnliche Probleme, oft landen auch fremde Sendungen bei ihr.

Immer wieder fragte sie nach bei der Kundenbetreuung. "Die Post reagiert einfach nicht und sitzt es aus", ärgert sich Köhler. Über Jahre lief die Zustellung zuverlässig, jetzt werde am Personal gespart. "Seit dem Sommer ist es eine Katastrophe." Immer wenn der reguläre Zusteller krank sei oder frei habe, laufe mit unzureichend eingearbeiteten Aushilfen viel verkehrt. "Das macht mich als Verbraucher böse, man bezahlt es ja", sagt Köhler.

In Havelse hat Marion Ludwig ähnliche Erfahrungen gemacht. Sie berichtet beispielsweise davon, dass vor Kurzem eine Woche lang weder Zeitschriften noch Briefe und Pakete geliefert worden waren. Nach sieben Tag kam dann plötzlich alles auf einem Stapel. "Dann interessieren mich die Zeitschriften von vor einer Woche auch nicht mehr", sagt Ludwig. Von ihren Nachbarn höre sie regelmäßig die gleichen Beschwerden.

Post ändert die Zustellbezirke

Für den Fall in Havelse hat Maike Wintjen aus der Pressestelle der Deutschen Post eine Erklärung. Dort sei die Zustellerin erkrankt. "Wir mussten dort leider wechselnde Vertreter zum Einsatz bringen", teilt Wintjen mit. Für diese sei es schwieriger, die Post im Bezirk in der gleichen Zeit zu verteilen, die ein Kollege brauche, der sich dort gut auskennt. Auch in anderen Stadtteilen habe die Post eine "Reihe von nicht vorhersehbaren Erkrankungen" zu beklagen - und mit dem Einsaz von Kollegen aus benachbarten Stützpunkten entgegengesteuert.

Grundsätzlich sei es im Sommer 2016 zu einer Neuaufteilung der Zustellbezirke gekommen, sagt die Post-Sprecherin. "Durch den Anstieg im Online-Handel und die Bestellfreude der Kunden im Internet steigen die Paketmengen auch bei uns im Unternehmen", berichtet Wintjen. Deshalb seien "Anpassungen vorgenommen worden": Aus reinen Briefbezirken wurde eine Verbundzustellung von Briefen und Paketen.

"Wieder alles im Lot" 

Aus Sicht der Post sei derzeit "wieder alles im Lot". Das Unternehmen bittet die betroffenen Garbsener um Entschuldigung: "Wir bedauern sehr, dass es das eine oder andere Mal zu Verzögerungen gekommen ist", sagt Wintjen.

Von Gerko Naumann und Benjamin Behrens

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