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Präventionsprojekt gegen Gewalt

Garbsen Präventionsprojekt gegen Gewalt

Kindergärten und Schulen legen mit der Stadt Garbsen das bisher größte Programm gegen Gewalt auf: Es heißt "Prävention als Chance" (PaC), zieht sich durch alle Altersgruppen vom Kindergarten bis zur neunten Klasse, ist auf unbegrenzte Zeit angelegt und soll Kinder, Erzieher und Eltern stärken.

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Unterschrieben und zugesagt: Die Saturnringschule beteiligt sich am Präventionsprogramm PaC.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Das Programm basiert auf einer Initiative des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes (GUV) und des Landeskriminalamtes (LKA). Sechs niedersächsische Städte setzen es bisher um. In Garbsen machen die weiterführenden Schulen im Schulzentrum am Planetenring den Anfang, alle Kindergartenträger und Grundschulen im Einzugsbereich des Schulzentrums haben gestern einen Kooperationsvertrag unterschrieben.

Wichtigste Vereinbarung: Alle verpflichten sich, Kindern nach dem gleichen Regelwerk zu einem gewaltlosen Leben zu erziehen. „Kinder sollen in Garbsen gut groß werden, das ist das Ziel“, sagte Sozialdezernentin Iris Metge.

PaC ist kein Projekt, es ist ein auf Dauer angelegtes Programm. GUV und LKA geben den Rahmen der Präventionsarbeit vor und bieten den Einrichtungen zertifizierte Projekte und Partner an, mit denen Probleme anzugehen und zu lösen sind. Eltern werden ebenso in die Präventionsarbeit einbezogen, wie Lehrer und Erzieher. Die Caroline-Herschel-Realschule und die Grundschulen Saturnring und Havelse stellen Pädagogen im Februar für ein Training frei. „Wir wollen uns das Handwerkszeug aneignen, um soziale Kompetenz lehren zu können“, sagte Realschulleiter Markus Böhm.

Gerechnet auf die ersten vier Jahre für das Schulzentrum am Planetenring und dessen Partner werden die Kosten auf rund 70.000 Euro geschätzt. 25.000 Euro zahlt der Präventionsrat; Lions Club und Freundeskreis Garbsen haben Unterstützung zugesagt; aber es fehlen noch Sponsoren. Die Verwaltungsmitarbeiterin Birgit Schrader ist zur PaC-Koordinatorin ernannt worden.

Das Interview

Alle lernen, Konflikte friedlich auszutragen

Dieter Schwandt (59), Leiter des Johannes-Kepler-Gymnasiums, erklärt im Gespräch mit Markus Holz, warum ihm PaC wichtig ist.

Warum springen Sie auf diesen Zug auf?

Wir haben einen Beschluss gefasst: Soziales Lernen wird Pflicht für die Jahrgänge fünf bis neun. Dafür sind die Verfügungsstunden reserviert. Das ist genau das Thema von PaC.

Was versprechen sie sich davon?

Dass Schüler lernen: Gewalt ist kein Mittel, um Konflikte zu lösen. Und dass sie lernen, selbstbewusster aufzutreten. Das ist das gute bei PaC: Dieses Lernen zieht sich vom Kindergarten bis zum Ende der Mittelstufe durch.

Geht es hier nur um Schüler?

Nein, es geht auch um die Konflikte zwischen Schülern und Lehrern oder Lehrern und Eltern. Alle Seiten können lernen, mit Konflikten besser und friedlich umzugehen. Das JKG fängt da nicht bei null an. Wir haben ein Beschwerdemanagement eingeführt. Danach wird in Konfliktsituationen eben nicht sofort der Schulleiter eingeschaltet, sondern die Beteiligten reden zuerst selbst miteinander. Auch das ist ein Teil der Ziele von PaC, darum passt das Programm zu uns.

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