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Projekte helfen bei Start in Ausbildung und Beruf

Auf der Horst Projekte helfen bei Start in Ausbildung und Beruf

Am Montag wurde das Projekt Vivo aus dem Bundesprogramm „Jugend stärken im Quartier“ vorgestellt. Bundesbauministerin Barbara Hendricks war eigens dafür angereist und informierte sich über Programme zur Förderung von Jugendlichen - auch mehrere Garbsener Schulen machen mit. 

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Caren Marks (von links), Shahab Semuki, Dr. Barbara Hendricks und Ridvan Atalan

Quelle: Flicke

Auf der Horst. Shahab Semuki lebt seit fünf Monaten in Deutschland. Er stammt aus dem Irak, besuchte dort die elfte Klasse. Einen Schulabschluss hat er nicht. Das will er nachholen. Er ist Mitglied im Projekt Vivo aus dem Bundesprogramm „Jugend stärken im Quartier“. Am Montag wurde es vorgestellt. Bundesbauministerin Barbara Hendricks und die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks waren eigens dafür angereist.

35 Teilnehmer werden derzeit in dem Projekt Vivo betreut, 18 sind es bei dem Projekt Just You. Im Januar ist es gestartet. Ministerin Hendricks betonte, es sei wichtig, Jugendlichen nicht nur eine zweite, sondern auch eine dritte Chance zu geben. Die Projekte sollen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen individuell fördern und ihnen auf diese Weise eine Zukunft bieten.

Bisher konnten durch das Projekt Vivo zehn Jugendliche in eine Ausbildung vermittelt werden. Durch das Projekt Just You, bei dem die Teilnehmer über die drei kooperierenden Schulen IGS Garbsen, Georg-Elser-Hauptschule und Hauptschule Nikolaus Kopernikus erreicht werden, konnte sechs Jugendlichen der Zugang zu anderen Hilfen wie etwa dem Programm „2. Chance“ eröffnet werden.

Zwei Schüler wechselten die Schule und zwei besuchen derzeit die Berufsschule – ein erster Erfolg. „Das Problem löst sich selbstverständlich nicht von einem Tag auf den anderen“, betonte Sozialpädagogin Nadine Wietgrefe. „Allerdings nehmen die Teilnehmer die Maßnahmen an.“ IGS-Leiter Andreas Hadaschik kritisierte, dass es nicht ausreiche, die Jugendlichen nur zwölf Monate zu betreuen. So ist es bisher geplant.Die Hilfe müsse andauern, um einen langfristigen Erfolg zu gewährleisten. Shahab Semuki hat es durch das Programm geschafft, seinen Schulabschluss nachzuholen. Derzeit besucht er die zehnte Klasse des Johannes-Kepler-Gymnasiums. „Ich bin sehr dankbar. Ich habe nun eine Vertrauensperson, die mir bei schulischen und alltäglichen Problemen hilft“, sagt er. Insbesondere Flüchtlinge würden durch das Projekt eine Hilfe vom dem ersten Tag an bekommen, betonte Christian Ortmann von der Region Hannover.

Von Carmen Flicke

Das Programm „Jugend stärken im Quartier“ ist das erste gemeinsame Förderprogramm der Bundesministerien für Familie und Bau. Die Region Hannover ist eine von 185 Projektkommunen. Nach Garbsen fließen bis 2017 rund 1,3 Millionen Euro, überwiegend Geld der EU. Die Hilfe für junge Menschen aus Brennpunktstadtteilen ergänzt das Programm Soziale Stadt. Gefördert werden Jugendliche von der Horst und vom Kronsberg.

Das Programm hat in Garbsen drei Schwerpunkte: Bei Just You geht es um Schulverweigerer. Der zweite Schwerpunkt (Vivo) richtet sich an Jugendliche ohne Ausbildungs- und Arbeitsplatz, die Unterstützung auf dem Weg in die Gesellschaft benötigen. Ziel ist es, eine Zuspitzung sozialer Probleme in einem Stadtteil zu vermeiden. Im dritten Schwerpunkt können Jugendliche ihren Stadtteil mitgestalten. Partner dafür ist das Jugendprojekt Projekt X.

Von Markus Holz

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