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Räuber muss ins Gefängnis

Garbsen Räuber muss ins Gefängnis

Der 25-jährige Garbsener, der im vergangenen August eine Apotheke in Altgarbsen überfallen hat, ist vom Landgericht Hannover zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt worden.

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Das Landgericht Hannover hat den Räuber zu einer Haft verurteilt.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Der Angeklagte habe sich des schweren Raubes schuldig gemacht und gegen das Waffengesetz verstoßen, urteilte die 18. Große Strafkammer am Mittwoch. Er habe den Überfall vorbereitet, Geld für Drogen gebraucht und sei gezielt und bewaffnet in die Apotheke eingedrungen, so die Begründung der Richter. Dass bei der Tat niemand zu Schaden kam, wurde ebenso strafmindernd gewertet wie das umfassende Geständnis und eine psychische Erkrankung des Angeklagten.

Am Nachmittag des 14. August war der 25-Jährige maskiert und mit vorgehaltenem Schreckschussrevolver in die Apotheke an der Konrad-Adenauer-Straße eingedrungen. Von den vier Mitarbeiterinnen forderte er zunächst Betäubungsmittel. Weil sie ihm keine geben konnten, forderte er Geld und floh damit. Bei seiner Flucht löste sich ein Schuss - unabsichtlich, wie die Zeuginnen vor Gericht bestätigten. Der Täter habe gezittert und sei erschrocken gewesen, sagte die Apothekerin. „Ich habe ihm dann zugerufen, er solle Land gewinnen.“ Welcher Betrag erbeutet wurde, konnte während der Verhandlung nicht eindeutig ermittelt werden. Dem Urteil wurde eine Summe zwischen 70 und 135 Euro zugrundegelegt, sagte der Vorsitzende Richter Ralf Busch.

Fünf Wochen nach dem Überfall hatte sich der mehrfach vorbestrafte Täter bei der Polizei Garbsen gestellt. In seiner Aussage gestand er die Tat, gab allerdings an, dass ein Freund ihm die Waffe gegeben habe. Aufgrund widersprüchlicher Zeugenaussagen konnte das Gericht die Frage nach einem Mittäter nicht abschließend klären.

In Teilen der Verhandlung war die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Der psychische Zustand seines Mandanten sei „komplex“, erklärte Verteidiger Michael Wieneke, der für eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren plädiert hatte. Ein Gutachten bestätigte die verminderte Straffähigkeit des 25-Jährigen.

Von Linda Tonn

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