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Wo sollen die Container bloß hin?

Garbsen Wo sollen die Container bloß hin?

Der Rat der Stadt Garbsen hat sich mit der geplanten Containerwohnanlage an der Straße Im Hespe in Berenbostel befasst. Grüne, CDU und Unabhängige sind sich einig, dass es der am besten geeignete Standort ist. Das zweifeln Anwohner an - und auch die SPD hat noch Fragen.

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"Ich habe keinen Ort gefunden, der besser geeignet wäre": Auf dieser Grünfläche sollen die Container aufgebaut werden.

Quelle: Gerko Naumann

Berenbostel. Die Verwaltung schlägt vor, Flüchtlingsfamilien in bereits vorhandenen Containern unterzubringen. Die sollen auf der Fläche Im Hespe aufgestellt werden, die für sieben Jahre gepachtet wird. Die bisherigen Wohnungen im Quartier Kronsberg seien mittlerweile zu klein für die bis zu 70 Männer, Frauen und Kinder. Der Standort sei geeignet, weil die Menschen so nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen werden müssen.

Menschen sollen in ihrem Umfeld bleiben

Diesem Argument stimmte Erich Pohl (CDU) zu. "Die Menschen sollten in ihrem Gebiet bleiben und nicht etwa nach Frielingen umziehen müssen", sagte er. Es müsse in der Diskussion ohnehin mehr um Menschen gehen und nicht um den Erhalt der Grünfläche, für die sich die BI einsetzt, sagte Pohl.

Von den Grünen meldete sich Darius Pilarski zu Wort. Er sagte, es sei legitim, dass sich die Anwohner zusammentun und Argumente gegen das Containerdorf sammeln. Den vermeintlichen Hauptgrund, dies geschehe aus Gründen des Naturschutzes, halte er jedoch für vorgeschoben. Er fühle sich von der Verwaltung vollständig informiert und sei mit dem Standort Im Hespe grundsätzlich einverstanden.

Günther Petrak (Die Unabhängigen) berichtete, dass er sich fast alle der 44 von der Stadt geprüften möglichen Standorte für die Containerwohnanlage angesehen habe. "Ich habe keinen Ort gefunden, der besser geeignet wäre", sagte er. Andere Flächen seien höchstens gleichwertig, aber weiter entfernt. deshalb sei der Vorschlag der Verwaltung aus seiner Sicht nachvollziehbar.

Aus Sicht des AfD-Fraktionsvorsitzenden Manfred Kammler fällt Garbsen nun "das auf die Füße", was in der großen Politik falsch gelaufen sei. "Wir werden diese grundsätzlichen Problem in diesem Gremium nicht lösen können", sagte er.

SPD hat noch Fragen

Die SPD hatte die Ratssitzung zum Zeitpunkt der Diskussion bereits im Streit um die Änderung der Geschäftsordnung verlassen. Auf Anfrage sagte der Fraktionsvorsitzende Karsten Vogel am Donnerstag, dass seine Fraktion weitere Fragen an die Verwaltung zu dem Standort Im Hespe hat. Die SPD habe seit Jahrzehnten versucht, die Grünfläche dort vor Bebauung zu schützen, um irgendwann eine Art Stadtteilpark zu errichten. "Deshalb frage ich mich, was andere Standorte schlechter macht, dass man nicht stattdessen sie wählt", sagte Vogel.

Der Rat nahm letztendlich die sogenannte Informationsvorlage der Verwaltung zu dem Thema zur Kenntnis. Einen Beschluss der Kommunalpolitiker dazu - wie von der SPD gefordert - wird es vorerst nicht geben.

Karikaturist findet "die Lösung"

Nicht ganz ernst gemeint, aber durchaus kreativ hat sich der Karikaturist Wolfgang Schulze mit dem geplanten Containerdorf auseinandergesetzt. "Die Lösung des Problems!" schreibt der Seelzer unter seine Zeichnung. Die zeigt Container, die auf Stelzen stehen - und so die bei den Anwohnern beliebte Grünfläche schonen.

Von Gerko Naumann

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