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Rat stimmt Notunterkünften in Arvato-Hallen zu

Garbsen Rat stimmt Notunterkünften in Arvato-Hallen zu

Der Rat der Stadt hat am Montagabend den Plan der Region Hannover, die Arvato-Hallen in Altgarbsen als Notunterkünfte für Flüchtlinge herzurichten, ausdrücklich zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Region plant in den Hallen nach und nach bis zu 1000 Flüchtlinge unterzubringen.

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Quelle: Jürg Müller (Archiv)

Garbsen. Mit einer am Montag eilends verfassten Informationsvorlage hatte Bürgermeister Christian Grahl den Politikern das Vorhaben erläutert. Die Region verhandelt derzeit mit den Eigentümern der Hallen und plant dort, nach und nach bis zu 1000 Flüchtlinge vorläufig unterzubringen. Das wurde vor zwei Tagen bekannt. Vorbereitung und Organisation liegen in der Hand der Regionsbehörde.

Das Votum des Rats fiel einstimmig. Quer durch die Fraktionen bestand Konsens darüber, dass man solidarisch handeln müsse. Die Vorteile für Garbsen liegen auf der Hand: Die Aufnahmequote für die Stadt wird durch die Notunterkunft um die Hälfte verringert. Das heißt, bis Ende Juli müsste die Stadt nicht noch 1000, sondern nur 500 Flüchtlinge aufnehmen. Bei der Frage nach der ärztlichen Versorgung der Menschen dort musste Grahl passen und verwies auf die Region: „Ich habe darauf gedrungen, sobald wie möglich eine Infoveranstaltung auszurichten.“

Ortsbürgermeister Franz Genegel ist nach eigenen Worten „hin und her gerissen“. Sollten in den Arvato-Hallen rund 1000 Menschen wohnen, „könnte das schon zu einer Belastung für Altgarbsen werden“, sagt er. „Aber irgendwo müssen die Menschen ja wohnen. Wir sollten sie angemessen empfangen, auch wenn viele Fragen offen sind.“ Es sei gut, dass es keine unmittelbaren Nachbarn gebe. Positiv sei zu sehen, dass sich die Aufnahmequote für Garbsen deutlich verringere.

„Wir können das nicht einschätzen“, sagt Pastor Burkhard Grahe, Koordinator der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit. „Wir warten ab.“

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Die Region will in einem Teil der Arvato-Hallen eine Notunterkunft für Flüchtlinge schaffen. Sie leistet damit Amtshilfe für das Land und entlastet dessen Erstaufnahmeeinrichtungen in Bramsche, Braunschweig, Friedland und Osnabrück. Maximal 1000 Menschen sollen in der Unterkunft einquartiert werden.

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