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Saugen, sieben, pressen: Herbstputz am Regenbecken

Garbsen Saugen, sieben, pressen: Herbstputz am Regenbecken

Laub, Schlamm und Abfall verstopfen über Jahre die Regenrückhaltebecken in Garbsen und verschlechtern die Wasserqualität. Der Dreck muss also raus. Die frühere Methode hieß Ausbaggern. In Stelingen wird gerade gesaugt, gesiebt und gepresst - aufwendig, aber lohnenswert.

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An der ersten Station werden Laub und grober Dreck abgesiebt. David Wallace überwacht die Maschine.

Quelle: Benjamin Behrens

Stelingen. Am Ufer des Regenwasserbeckens an der Husarenstraße steht ein ganzer Maschinenpark: Seit vier Wochen ist ein Unternehmen dabei, das Auffangbecken zu warten. Die Grundüberholung ist notwendig, sonst drohen Überschwemmungen, und die Wasserqualität leidet. Das Problem ist der Schlamm - und der Müll.

Ansaugen

"Wir saugen den Schlamm mit der Schwimmpumpe raus", sagt David Wallace. Der Vorarbeiter der Firma Henning Marschler Entwässerungstechnik und sein Kollege Darek Karasiewicz reichen aus, um das Becken zu entschlammen. Denn sind die Maschinen aufgebaut und in Betrieb, läuft die Reinigung des Beckens als Kreislauf.

Sieben

Hat die Schwimmpumpe den Schlamm angesaugt, trennt eine Trommel die groben Teile heraus. "Viele Blätter, Holz, auch Kunststoffe und Glas sind drin", sagt David Wallace. Vor allem Laub und Äste der Bäume am Ufer liegen im Wasser und vermodern. Sie allein füllen zwei Container. Hin und wieder finden die Entwässerungstechniker auch Fahrräder, Verkehrsschilder und Flaschen am Grund des Beckens. "Es ist fast egal, wie viel Schlamm drin ist, das Problem ist für uns der Müll", sagt Wallace.

Pressen

Nach dem Sieben bleibt ein modrig riechender, dicker Brei zurück. Jetzt kommt die Siebbandpresse zum Einsatz. Die schwarze Masse läuft durch ein Gewirr aus Walzen, Räder und Bänder. Die Maschine presst den letzten Rest Wasser aus dem Schlamm. Was raus kommt, ist fast trockene, gepresste Erde. Das Wasser landet wieder im Becken. Der Schlamm geht in die Verbrennung.

Die Methode...

...vereinfacht das Entschlammen. Vor einigen Jahren war das Ausbaggern noch die am meisten angewandte Methode. Sie hat den Nachteil, dass der nasse Schlamm in unzähligen Lkw-Fuhren abtransportiert werden muss. Diesen Weg geht die Stadt nur bei den beiden Trockenbecken am Johannes-Kepler-Gymnasium und am Jibi-Markt in Havelse. Alle anderen Becken werden abgesaugt, demnächst das Becken hinter dem Real-Markt.

In Stelingen kommt derzeit trotz des Pressens einiges zusammen aus dem rund 2000 Quadratmeter großen Becken. 120.000 Liter Schlamm-Wasser-Gemisch saugt der Rüssel pro Tag aus dem Teich.

Rückhaltebecken können Lebensraum sein. "Der Zeitraum der Arbeiten ist nie optimal, aber wir versuchen, Fauna und Flora so wenig wie möglich zu belasten", sagt Norbert Wisny von der Stadtentwässerung (SEG). Die SEG muss die Becken in Schuss halten. Verschlammen sie, können sie nicht die Menge an Regenwasser aufnehmen, die notwendig ist, um die Siedlungen und Gewerbegebiete nach starken Regenfällen trocken zu halten. Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten in Stelingen abgeschlossen sein.

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Fotostrecke Garbsen: Saugen, sieben, pressen: Herbstputz am Regenbecken

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Von Benjamin Behrens

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