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Richtkrone weht auf dem Stadtteilhaus

Garbsen Richtkrone weht auf dem Stadtteilhaus

Treffpunkt, Wohnort für Ältere und Einrichtung mit Pflegeanschluss: Seit Freitag weht die Richtkrone auf dem dreistöckigen Neubau des Stadtteilhauses Altgarbsen an der Beethovenstraße.

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Richtfest Stadtteilhaus Altgarbsen: Zimmerermeister Thomas Gärtner spricht den Richtspruch, Auszubildender Lukas Pöser assistiert.

Quelle: Anke Lütjens

Altgarbsen. Zimmermeister Thomas Gärtner wünschte mit dem selbst gedichteten Richtspruch und dem Zerschlagen der Schnapsflasche traditionell Gottes Segen. Zahlreich verfolgten Nachbarn und Gäste die Zeremonie. Bauherr des Projektes auf dem Grundstück der Kirchengemeinde Alt-Garbsen ist die Altenhilfe des Evangelischen Johannesstifts aus Berlin. "Wir sind stolz und dankbar, dass wir mit dem Bau im Zeit- und Finanzplan liegen", sagte Vorstandsvorsitzender Martin von Essen. Er wünsche sich, dass das Haus ein Ort für Menschen aller Generationen und der gesellschaftlichen Teilhabe wird.

Im Mittelpunkt des Bauprojekts steht ein Nachbarschaftszentrum. Das soll mit unterschiedlichen Angeboten die Anbindung der Mieter an das Leben im Quartier fördern. Dienst- und Pflegeleistungen wie eine Tagespflege sind vorgesehen. Außerdem entstehen im angrenzenden Gebäude Wohnungen in vier Wohn-Pflege-Gemeinschaften mit je zwölf Plätzen, einem ambulanten Pflegedienst sowie drei barrierefreie Wohnungen im Dachgeschoss für Menschen mit mobilen Einschränkungen.

Einer der ersten Mieter wird Michael Günther sein. Dort kann er selbstbestimmt leben. Die Konzeption des Hauses hat er aus seiner Sicht begleitet. Für die elektrischen Rollstühle gibt es diverse Steckdosen. Die Wohnungen haben Schiebetüren und motorgetriebene Sensoren für Türen und Fenster. Fernbedienungen für Türen, Fenster und Rolläden, Kamera an der Haustür und Fahrstuhl erleichtern wenig mobilen Bewohnern das Leben.

"Es ist ein Leuchtturmprojekt für die Region", sagte Wilfried Wesemann, Betreiber sowie Geschäftsführer der Altenhilfe des Johannesstifts. Nicht nur wegen der technischen Ausstattung, sondern auch wegen der inhaltlichen Konzeption der gesellschaftlichen Teilhabe. "Die Menschen können im Quartier wohnen bleiben und erhalten Unterstützung. Das Nachbarschaftszentrum ermöglicht Kontaktpflege", betonte er. Die Leitung des Hauses übernimmt Johanna Sandersfeld, die den Bau von Beginn an als Projektleiterin begleitet hat.

Die Grundsteinlegung war Ende Oktober vorigen Jahres, mit der Fertigstellung des Baus wird im Spätherbst gerechnet. Anfang 2018 sollen die ersten Mieter einziehen. Das Projekt kostet 6,7 Millionen Euro. Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt den Bau von Tagespflege und Nachbarschaftszentrum mit 300.000 Euro.

Die Quartiersentwicklung im Stadtteil fördert das Projekt mit rund 99.900 Euro und 100.000 Euro Personalkosten im Nachbarschaftszentrum für drei Jahre. Weitere 30.000 Euro für die Ausstattung des Treffpunkts kommen von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit 50.000 Euro bezuschusst die Region Hannover den Bau der barrierefreien Wohnungen.

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Fotostrecke Garbsen: Richtkrone weht auf dem Stadtteilhaus

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