Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
SPD: Zeit für neues Bäderkonzept zu kurz

Garbsen SPD: Zeit für neues Bäderkonzept zu kurz

Es wird ernst: Dienstag ab 18 Uhr sollen in der Aula Planetenring die Pläne für ein neues Bäderangebot öffentlich vorgestellt werden. Die Schwimmvereine sehen das mit Sorge, denn außer ein paar Eingeweihten kennt niemand die Ausrichtung und Details des Konzepts. Sie rufen für Dienstag, 16.45 Uhr, vor dem Rathaus zur Demo auf.

Voriger Artikel
Elterninitiative: Zehn Jahre "Kleine Kleckse"
Nächster Artikel
Boxsparte expandiert weiter
Quelle: dpa/Symbolbild

Garbsen. Schon eine Woche später, am 14. Juli, sollen Ortsräte und Ausschüsse darüber debattieren, und am 20. Juli soll der Rat entscheiden. Da hat auch die SPD Bauchschmerzen: „Seit mehr als zehn Jahren diskutieren wir über die Bäder, und nun soll innerhalb von zehn Tagen über ein völlig neues Konzept entschieden werden“, sagt Karsten Vogel, SPD-Ratsfraktionsvorsitzender. Die SPD werde seit Monaten gedrängt, sich pro oder kontra Zentralbad zu äußern, „aber ohne gesicherte Informationen werden wir das nicht tun, und wohl auch nicht innerhalb von zehn Tagen“, sagt Vogel.

Läuft es auf ein Bad in der Mitte hinaus oder wird es der Erhalt der Bäder in Berenbostel und Auf der Horst sein? Die Zeitnot entstand, als Neue-Mitte-Investor Sonae Sierra im Frühjahr die Fristen auslaufen ließ, ohne tätig geworden zu sein, und seit klar ist, dass das Hallenbad in Berenbostel nur noch diese Saison betrieben werden kann. Unterdessen begann das Thema Kosten die Bäder-Diskussion zu dominieren. 18,5 Millionen Euro für Sanierung und Neubau in Berenbostel, rund 5,4 Millionen Euro sind für das Hallenbad Planetenring nötig. Ein Neubau in der Mitte wurde zunächst auf rund 30 Millionen Euro veranschlagt. Seither ist von einem günstigeren funktionalen Sportbad die Rede - zu wenig für ein Familienvergnügen, sagen Skeptiker.

„Die explodierenden Kosten, und nur diese, haben in der CDU zu einem Nachdenken geführt“, sagt Klaus Peter, Vorsitzender des Stadtverbands. Eine gründliche Prüfung der Finanzierbarkeit „von durchaus wünschenswerten Dingen“ sei nötig. Ähnlich sehen es die Grünen: Der Erhalt beider Bäder sei nicht ohne die Anhebung der Kita-Beiträge und der Grundsteuern zu bekommen, sagt Ratsfraktionsvorsitzender Darius Pilarski: „Wollen Bürger und Schwimmvereine das wirklich?“

Von Bernd Riedel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6so76b5uvxt1a0jv611u
Doppelt so viel Platz für die Suchtberatung

Fotostrecke Garbsen: Doppelt so viel Platz für die Suchtberatung

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr