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Streetworker oder doch Projekt X?

Garbsen Streetworker oder doch Projekt X?

Die SPD-Ratsfraktion will die aufsuchende Jugendarbeit in Garbsen vereinheitlichen und zeitlich und finanziell abgesichert sehen: "Das ist eine gesamtstädtische Aufgabe", sagt SPD-Ratsfraktionsvorsitzender Karsten Vogel. In einem Ratsantrag fordert die SPD ein gemeinsames Konzept für die Stadtteile Auf der Horst und Berenbostel-Kronsberg.

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Die Arbeit des Projekt X mit den Mitwirkenden Christian Hornig (von links), Detlev Beaury, Laura Gehrke, Sajen Mulamoottil und weiteren ist erfolgreich. Die SPD möchte eine Diskussion darüber, ob der Einsatz von städtischen Streetworkern sinnvoller wäre.

Quelle: Bernd Riedel

Auf der Horst/Kronsberg. Ausgehend von der Bilanz des Projekts X, das seit Oktober 2013 im Stadtteil Auf der Horst nach Ansicht aller Beteiligter erfolgreich arbeitet, wollen die Sozialdemokraten untersucht haben, ob es sinnvoller sein könnte, die  aufsuchende Jugendarbeit in den sozialen Brennpunkten Auf der Horst und Auf dem Kronsberg in städtische Hand zu nehmen und Streetworker zu beschäftigen.

"Wir haben das Thema seit Langem und immer wieder auf der Agenda", sagt Vogel, "unseren vorigen Antrag haben wir zurückgestellt, als 2013 die Situation Auf der Horst eskalierte und schnell etwas geschehen musste." Das Thema sei nur aufgeschoben, nicht aufgehoben worden. Damals wurde das Projekt X vom Verein Die Gruppe Jugendhilfe gestartet. Im Oktober vergangenen Jahres wurde es um zwei Jahre verlängert. Einen großen finanziellen Teil trägt die Region Hannover. Die Stadt Garbsen steuert jährlich 120.000 Euro bei.

Es gehe der SPD nicht darum, die Arbeit des Projekts X in Zweifel zu ziehen: "Von dieser Arbeit sind wir überzeugt", sagt Vogel. Die SPD stelle einerseits die Frage nach der Kontinuität: "Immer nur kurzfristig verlängern - das ist zu einfach", sagt Vogel. Zu den Haushaltsberatungen könne es finanziell immer wieder sehr eng werden. "Das sollten wir den Beteiligten auf lange Sicht nicht antun", sagt Vogel. Andererseits möchte die SPD untersucht sehen, ob das Konzept so fortgeführt werden sollte oder ob es sinnvoller wäre, wenn die Stadt dieses essenzielle Feld aufsuchender Jugendarbeit an sich zieht und Streetworker einstellt. Das Projekt X habe sich auf dem Kronsberg noch nicht nennenswert einbringen können. "Da muss nun auch ein Konzept her", sagt Vogel.

 "Das ist eine Luftnummer, Streetworker werden in ganz Deutschland  gesucht, es gibt nicht genügend", sagt Heinrich Dannenbrink, Ratsfraktionsvorsitzender von CDU/FDP. "Eine tolle Truppe", sagt Dannenbrink über das Projekt X, die Arbeit sei zukunftsweisend. "Die finanzielle Basis ist von uns aus immer gesichert, das Geld wird in jedem Haushalt festgeschrieben. Das ist für mich auch nicht verhandelbar", sagt Dannenbrink.

Auch Ulrich Knappe, Leiter der Polizeiinspektion Garbsen, hatte sich kürzlich für mehr Kontinuität ausgesprochen: „Wir spüren die Erfolge deutlich und wünschen uns eine längerfristige Ausrichtung des Projekts X“, sagte er.

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Von Redakteur Bernd Riedel

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