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SPD würdigt Flüchtlingshelfer

Garbsen SPD würdigt Flüchtlingshelfer

Beim Neujahrsempfang der Sozialdemokraten standen sie im Mittelpunkt: die Menschen, die sich vor Ort für die Flüchtlingsarbeit engagieren. Auch Niedersachsens Integrationsbeauftragte Doris Schröder Köpf würdigte die Leistung.

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„Nichts tun ändert gar nichts“: Doris Schröder-Köpf (von links) dankt den 16 Integrationslotsen, stellvertretend Manfred Palte, Rebecca Hinze und Renate Premke.
Holz

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Wer hat noch den Überblick über all das, was Amtliche und Ehrenamtliche für ankommende Flüchtlinge tun? Im Moment lenken Integrationslotsen und Stadt den Blick auf verschiedene Projekte, Initiativen und Vorhaben - ein Plan für eine geordnete Integrationsarbeit scheint aber erst zu wachsen. Das ist ein Eindruck nach dem jüngsten Neujahrsempfang der CDU und gestern auch nach dem Empfang der SPD. Beide rückten das Thema Integration in den Vordergrund.

Die SPD hat bei ihrer Veranstaltung im Horster Harlekin den ganz großen Bogen geschlagen: Doris Schröder-Köpf, ehrenamtliche Integrationsbeauftragte der Landesregierung, lenkte den Blick auf die internationale Bühne. Und drei Integrationslotsen spiegelten, was ihnen vor Ort fehlt.

60 Millionen Flüchtlinge sind weltweit derzeit unterwegs, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. 100 000 von ihnen landeten 2015 in Niedersachsen. „Fluchtursachen bekämpfen heißt im Moment: Frieden schaffen im Nahen Osten - scheinbar eine schier unlösbare Aufgabe“, sagte Schröder-Köpf. Für Deutschland sei es an der Zeit, alle Regeln für den Zuzug von Menschen in einem Einwanderungsgesetz klar und deutlich festzulegen. „Wir sind weltweit das Einwanderungsland Nummer zwei, aber die Bevölkerung ist nie gefragt worden, ob und nach welchen Regeln sie das will“, sagte Schröder-Köpf. Jeder, der sich vor Ort engagiere, „hilft nicht nur den Flüchtlingen, sondern unserer Demokratie. Sie machen durch ihr Engagement automatisch den Raum eng für Ausländerfeindlichkeit.“

Rebecca Hinze, Renate Premke und Manfred Palte sind drei dieser „Engmacher“. Nach ihrer Einschätzung stehen die Netzwerke der Helfer erst am Anfang. „Wir wissen nicht genau, wer eigentlich was macht. Wer leistet überhaupt Deutschunterricht in Garbsen? Wen erreichen wir? Das möchten wir ordnen“, sagte Rebecca Hinze. „Uns fehlt eine Schnittstelle, die die politischen Entscheidungen, Gesetze und Vorschriften nach unten an die Basis transportiert, an der wir arbeiten“, betonte Premke.

Die SPD hat die Arbeit der Integrationslotsen gestern mit einem Betrag von 300 Euro unterstützt. „Wir können uns nur vor Ihnen verneigen“, sagte SPD-Vorsitzender Rüdiger Kauroff.

Von Markus Holz

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