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Wegfall von Schwimmzeiten: SVG unter Druck

Garbsen Wegfall von Schwimmzeiten: SVG unter Druck

Der Schwimmverein Garbsen (SVG) sieht schwarz: Der Wegfall des Hallenbades Berenbostel habe zu erheblichen Einschränkungen bei den Trainingszeiten geführt, sagt die Vorsitzende Roswitha Just. Erstmals sei der SVG in der Kreispunktewertung nach jahrelanger Spitzenposition auf Rang vier abgerutscht.

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Sie leiten in den nächsten zwei Jahren den Schwimmverein Garbsen (von links): Vorsitzende Roswitha Just, zweiter Stellvertreter Yves Utting, Kassenwartin Bianca Dardemann und die erste stellvertretende Vorsitzende Anett Schultz.

Quelle: privat

Garbsen/Berenbostel. "Uns fehlt der dritte Trainingstag komplett", sagt Just, und da der Sommer sehr warm gewesen sei, gehe das schon seit Mai so. Schwimmerfolge stünden und fielen mit der Intensität des Trainings. "Auch die Wartelisten bei jungen Schwimmanfängern wachsen, wir spüren alle diese Einschränkungen deutlich." Perspektivisch sei keine Besserung zu erwarten: "Anfangs hatte es geheißen, der Neubau des Hallenbades in Berenbostel werde etwa zweieinhalb Jahre dauern, beim Bau des Zentralbades sind wir nun schon bei vier Jahren, und wenn das steht, fehlen uns immer noch etwa 40 Prozent der Wasserfläche, die wir bis 2015 hatten", sagt Just.

Unter Druck gerät der SVG auch in seiner Fitnesssparte: "Da hat es einen regelrechten Aderlass bei den Mitgliederzahlen gegeben", sagt Just. Grund: die Sporthalle Im Hespe dient als Unterkunft für Flüchtlinge, die Vereine mussten sich umorientieren. "Mangels Fläche können wir daher bestimmte Angebote wie Zumba nur eingeschränkt anbieten", sagt Just. Darauf reagierten Mitglieder und träten aus: Zum Jahresende hatte der SVG 1025 Mitglieder", sagt Just. Jetzt sind es 996, lautete die Bilanz bei der Hauptversammlung. Das ist in etwa der Stand wie vor einem Jahr.

"Wir fühlen uns auch den Schulen verbunden", sagt Just, "und für die wird die Situation auch immer schlechter." Die Schulen, die bisher Schwimmunterricht angeboten hätten, begännen zu zweifeln, ob das aufrecht zu erhalten sei, "und andere Schulen steigen gar nicht erst neu ein."

Alle Bemühungen des Vereins um den Erhalt  ausreichender Wasserfläche seien fehlgeschlagen. Eine "Resthoffnung" setzt der SVG auf die Kommunalwahlen am 11. September: Die SPD hat bereits erklärt, dass sie weiter für den Erhalt beider Bäder in Berenbostel und am Planetenring steht. Um den Zentralbad-Beschluss auszusetzen, müsste sie aber die Mehrheit der Sitze im Rat der Stadt bekommen.

Die Mitglieder des SVG sprachen sich bei der Hauptversammlung mit großer Mehrheit für eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um einen Euro pro Monat aus. Einmütig fielen die Wahlen aus. Neben Roswitha Just wurde als zweiter stellvertretender Vorsitzender Yves Utting einstimmig wiedergewählt. Im Ehrenrat sitzen nun Dieter Krönert, Sarina Baum und Sarah Malcharzik.

Einstimmig wählte die Hauptversammlung Karin und Günter Scheppelmann zu Ehrenmitgliedern. Sie hatten bereits den Vorläufer des SVG mit aufgebaut – und dann die Fitnesssparte zu der heutigen Größe geführt. Sie repräsentiert zwei Drittel aller Mitglieder. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Gertrud Hermens sowie Renate und Werner Rissiek geehrt. Seit bereits 30 Jahren ist Timo Petri dabei.
Nach langjähriger Tätigkeit wurden Frank Hermann (Nachwuchsausbildung) und seine Frau Tanja Hermann (Geschäftsstelle) verabschiedet.

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