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Sängerin gibt Jugendlichen Tipps im Tonstudio

Garbsen Sängerin gibt Jugendlichen Tipps im Tonstudio

Als 16-Jährige hat Sängerin Nina Richel (23) bei der TV-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" mitgemacht. Davon rät sie anderen jungen Menschen heute ab. Nicht aber davon, selbst zu singen. Im Gegenteil: Bei einem Kurs im Freizeitheim hat sie Jugendlichen gezeigt, wie es richtig geht.

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"Talent ist auf jeden Fall da": Nina Richel (links) singt mit Simo (16) eine gefühlvolle Ballade.

Quelle: Gerko Naumann

Auf der Horst. "Na, wer traut sich?", fragt Nina Richel lächelnd in die Runde. Die 16-jährige Simo scheint noch nicht ganz überzeugt. Dann gibt sie sich aber einen Ruck, atmet noch einmal tief durch, steht auf und geht nach vorn. Richel drückt auf die Play-Taste und aus den Boxen im Tonstudio des Jugendzentrums Freizeitheims Auf der Horst ertönt ein ruhiges Lied des kanadischen Popstars Justin Bieber. Abwechselnd singen die erfahrene Musikerin aus Hildesheim und die junge Garbsenerin die Strophen mit.

"Talent ist auf jeden Fall da"

Als das Lied vorüber ist, bekommt Simo ihren verdienten Applaus von den anderen Teilnehmern des Workshops und ist sichtlich erleichtert. "Ich habe noch nie vor anderen Leuten gesungen", sagt sie und blickt Nina Richel fragend an. Deren Urteil fällt positiv aus: "Talent ist auf jeden Fall da", sagt sie. Und alles andere kann man üben. Denn dazu ist die 23-jährige, die durch die RTL-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" bekannt geworden ist, ja schließlich nach Garbsen gekommen. Heute arbeitet sie ganz bodenständig als Kellnerin, bereitet sich auf ihr Studium der Sozialen Arbeit vor und bastelt nach Feierabend an ihrem neuen Album.

Solche Geschichten faszinieren die Jugendlichen wie Simo. Sie will sich auf ruhige Lieder spezialisieren. "Ich mag Balladen, die kann man mit viel Gefühl singen", sagt sie. Für den 16-jährige Servan zählen dagegen andere Dinge. Er ist Rapper. "Schon seit ich ein Kind war schreibe ich Texte über die Dinge, die ich erlebe", sagt er. Das ist vielleicht nicht Richels Fachgebiet, trotzdem kann sie auch Servan helfen. Zum Beispiel mit Atemübungen. "Das war toll und hilft mir dabei, dass ich beim Rappen mehr Puste habe", sagt der junge Garbsener.

Rap ist bei der Jugend voll im Trend

Mit seinem Musikgeschmack liegt Servan bei der heutigen Jugend voll im Trend. Das hat zumindest Oliver Weckel festgestellt. Der Leiter des Freizeitheims kennt Nina Richel aus Hildesheim und hat den Gesangs-Workshop organisiert. "100 Prozent der Jugendlichen, die zu uns kommen, hören Rapmusik. Der eine mehr, der andere weniger", sagt Weckel.

Deshalb ist das Tonstudio auch einer der beliebtesten Orte in dem Jugendzentrum. Dort können die Jugendlichen ihre ersten Erfahrungen mit dem Mikrofon machen. "Hinterher drehen wir kleine Videos zu den Songs", sagt Weckel. Das Ganze nennt sich dann Ga.rap.sen - eine Mischung aus Garbsen und Rap. Die fertigen Videos sind im Internet bei YouTube unter dem Stichwort "Ga.rap.sen" zu finden.

Nachgefragt: Bei Nina Richel (23), Sängerin aus Hildesheim

Du hast mit 16 Jahren bei der RTL Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" mitgemacht und bist weit gekommen. Würdest Du heutigen Jugendlichen auch zu diesem Weg raten?

Klare Antwort: Nein. Ich war damals eindeutig zu jung. Solche Shows bedeuten für die Teilnehmer nicht etwa viel Spaß und tolle Reisen. Sie bedeuten jede Menge körperlichen und psychischen Druck. Wenn die Kamera angeht, musst Du lächeln. Auch nach nur zwei Stunden Schlaf.

Und was sagst Du jungen Menschen, die Sänger werden wollen?

Dass sie es auf eigene Faust schaffen müssen. Jeder Künstler sollte Herr über sich selbst bleiben und nicht anderen die Entscheidungen über die Musik überlassen. Bei solchen Workshops wie dem hier in Garbsen geht es vor allem darum, dass die Jugendlichen Spaß an dem haben, was sie tun.

Was muss man denn mitbringen, um in der Musikbranche zu bestehen?

Grundsätzlich muss natürlich Talent vorhanden sein. Man braucht Selbstbewusstsein, aber das allein reicht nicht. Schließlich geht es ja auch darum, dem Publikum zu gefallen. Weil es gerade in Zeiten des Internets aber so viele Künstler gibt, braucht man vor allem eins, um Erfolg zu haben: Eine Riesenportion Glück.

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Von Gerko Naumann

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