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Der Glockenturm ist sanierbar

Schloß Ricklingen Der Glockenturm ist sanierbar

Der Turm der Schloß Ricklinger Kirche ist sanierbar: Das ist das vorläufige Ergebnis mehrerer Untersuchungen. Das Gebäude hat seit Jahrhunderten einen Riss, der bleiben wird. Die spannende Frage ist: Breitet sich der Riss durch das Glockenläuten aus?

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Im Turmraum hat sich ein Teil der Stuckatur unter der Decke gelöst. Das Turmgemäuer weist Risse auf.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Festlich hatte die Gemeinde ihre Barockkirche nach der 16-monatigen Sanierung am vorigen Sonntag wieder eröffnet. Die Tür zum Turmraum war dezent verstellt mit einem Plakat. Sie bleibt vorerst zu. Mitte Mai, während der Sanierungsarbeiten in der Kirche, war im Turm ein großes Stück Stuck aus dem Kranz an der Decke gefallen. Bevor der ganze Kranz aus Gips und Mörtel nicht gesichert ist, darf niemand in den Turm.

Das Zierwerk ist mit 320 Jahre alten, handgeschmiedeten Ankern im Gemäuer befestigt. Zwei Anker sind durchgerostet. Die Feuchtigkeit kommt vermutlich aus der Glockenstube, sagt Heinrich Winkelmann vom Amt für Bau- und Kunstpflege bei der Landeskirche. „Es ist ein sehr guter Stuck, wir kennen die Zusammensetzung und können ihn nachbilden“, sagt Winkelmann. Der gesamte Stuckkranz wird mit neuen Edelstahl-gewinden gesichert, später wird niemand etwas davon sehen.

Größere Kopfschmerzen bereiten ihm und der Gemeinde das Zusammenspiel von Glocke und Mauerriss. Seine Größe ist erst sichtbar geworden, nachdem der Stuck heruntergefallen war. Er zieht sich mitten durch die Westwand und durchs Turmgewölbe.

Bei jedem Schlag des Glockenklöppels geht ein Zittern durch den Turm. Das könnte den Riss vergrößern. Bevor der Statiker sich dabei nicht sicher ist, ruht das Geläut.

Der Riss selbst ist uralt: 1694 hatte der Turm noch vier Stockwerke. 16 Jahre danach riss die Westmauer. Die Statik war so schlecht, dass erst Stützmauern eingezogen und später zwei Stockwerke abgetragen wurden. „Das ist die Sollbruchstelle“, sagt Heinrich Winkelmann, „die bekommt man nicht weg.“ Sie wird verfüllt. Was das alles kosten wird und wer wie viel bezahlen muss, steht erst fest, wenn alle Lösungsmöglichkeiten geprüft worden sind.

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Von Redakteur Markus Holz

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