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Schloß Ricklingen nimmt doch nicht am Dorfwettbewerb teil

Garbsen Schloß Ricklingen nimmt doch nicht am Dorfwettbewerb teil

Schloß Ricklingen wird dieses Mal nicht am Regionswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilnehmen: Die Zeit der Vorbereitung war zu kurz. Das teilten der Dorfentwicklungs- und Traditionsverein (DTV) und die Stadtverwaltung gemeinsam mit.

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Auch der Schloßpark, einer der schönsten Plätze in Schloß Ricklingen, ist vom DTV für das Entwicklungskonzept begutachtet worden.

Quelle: privat

Schloß Ricklingen. Die Idee, Schloß Ricklingen beim Regionswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" anzumelden, wurde erst im vergangenen November geboren, bei der Präsentation des Dorfentwicklungskonzepts. Im Dezember folgte der Antrag der Grünen. Niemand hatte etwas einzuwenden. Im Januar stimmte der Ortsrat Horst geschlossen zu, Anfang Februar bekräftigte der Stadtentwicklungsausschuss dieses Votum.

Doch gab es bis dahin noch kein Organisationskomitee, nur der Vorstand des DTV war aktiv. Es gab daher auch keinen festen Plan, wie vorzugehen war. Bis Ende Januar musste die Willensbekundung bei der Region eingehen, bis Ende März sollten die kompletten Unterlagen folgen. Der Präsentationstermin wäre Mitte Mai gewesen. Der Treffpunkt am Tag der Präsentation hätte bis zum 3. März feststehen müssen. "Das alles war nach Lage der Dinge nicht vonuns allein zu schaffen", sagt Hans-Peter Wendorff vom Vorstand des DTV. 

Parallel zum Beschluss, in dem von finanzieller Unterstützung durch die Stadt nicht die Rede war, bemühte sich der DTV um einen Zuschuss der Stadt. "Es ging um 1800 Euro, die für das Projektbüro, das das Dorfentwicklungskonzept mit uns ausgearbeitet und in Form gebracht hat, bestimmt waren", sagt Wendorff. Das Büro sollte einen Teil zu den umfangreichen Bewerbungsunterlagen beisteuern. Aufgrund eines Missverständnisses nahm der DTV im März an, dieses Geld könne nicht fließen.

Das war nicht der einzige Stolperstein: "Die Zeit lief uns davon", sagt Wendorff, "wir waren gerade erst dabei, die Vereine im Dorf zu mobilisieren und einzubinden und einen Ablaufplan für den Tag der Präsentation zu entwerfen." Da fehlten aber immer noch die Bewerbungsunterlagen. "Wir haben uns daher entschlossen, die Bewerbung zurückzuziehen", sagt Wendorff.

Wendorff hat der Region Hannover vor einigen Tagen signalisiert, dass Schloß Ricklingen nicht teilnehmen wird. "Das ist mit Bedauern aufgenommen worden", sagt Wendorff. "Unser Ziel ist jetzt der nächste Wettbewerb in zwei Jahren." Bis dahin werde der DTV die einzelnen Ideen des  Dorfentwicklungskonzeptes weiter verfolgen und sehen, was mach- und umsetzbar sei. "Vielleicht ist bis 2019 schon das eine oder andere verwirklicht", sagt Wendorff.

Es stehe außer Frage, dass die Stadtverwaltung dieses Vorhaben befürworte, sagt Stadtbaurat Frank Hauke. Auch die 1800 Euro hätten zur Verfügung gestanden. "Der DTV hat ein hervorragendes Konzept erarbeitet, und die Stadt wird ihn weiterhin bei der Weiterverfolgung unterstützen", sagt Hauke.

Das Dorfentwicklungskonzept

Schloß Ricklingen steht, was seine Zukunft angeht, gar nicht so schlecht da. Der DTV hatte 2013 die Erarbeitung eines Konzeptes in Gang gesetzt, dessen Ergebnisse im November des vergangenen Jahres präsentiert wurden. Dieses Konzept ist die halbe Miete für die Teilnahme am Dorfwettbewerb. Dessen Richtlinien verlangen, die Entwicklungschancen und Potenziale des teilnehmenden Dorfes zu erfassen. Es müsse in eigenes Profil erkennbar sein.

Neue Verkehrsplanung, Anlage einer Dorfmitte, Vorantreiben der Wohnbebauung, Renaturierung: Das sind die Hauptpunkte des Konzepts, das mit vielen Beteiligten in Schloß Ricklingen abgestimmt ist. Eines der Projekte ist die Renaturierung eines alten Leinearms, des sogenannten Büh im Nordwesten von Schloß Ricklingen. "Da geht es voran", sagt Hans-Peter Wendorff. Für Mitte Mai sei ein Termin mit der Region Hannover vereinbart.

Schwieriger wird es für die verkehrsplanerischen Ideen des Konzeptes werden: Eine Regionsstraße, die K322, führt durch Schloß Ricklingen. Die soll stärker verkehrsberuhigt werden, und in der Nähe der Kirche sogar Raum für eine Dorfmitte lassen. Von einem "multifunktionalen Raum" ist im Konzept die Rede, der "den Charakter und Charme eines Treffpunktes aufweist und gleichzeitig Platz für verschiedene Veranstaltungsformate wie Märkte oder Konzerte bietet." Dafür müsste der Verkehr neu geregelt und der Straßenraum mit Voigtstraße, Karl-Prendel-Straße und Im Dorfe neu gestaltet werden. 

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