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Alle wollen der Saturnringschule helfen

Garbsen Alle wollen der Saturnringschule helfen

Das Votum des Schulausschusses war einstimmig: Die Garbsener Politiker sind sich einig, dass die Grundschule Saturnring ab dem nächsten Schuljahr zur offenen Ganztagsschule werden soll. So wollen sie verhindern, dass immer weniger Eltern aus dem Stadtteil Auf der Horst ihre Kinder dort anmelden.

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"Das bringt die Schule weiter": Im Schulausschuss haben sich die Politiker einstimmig dafür ausgesprochen, die Saturnringschule zur offenen Ganztagsschule zu machen.

Quelle: Jutta Grätz

Garbsen-Mitte/Auf der Horst. Wilfried Aick (SPD) wurde deutlich. Als er von Schulleiterin Silvia Moritz erstmals von den Problemen der Grundschule erfahren habe, sei das "beängstigend und beeindruckend" gewesen. Bereits im Frühjahr hatte sich Moritz in der sogenannten Arbeitsgruppe Grundschulen mit dramatischen Schilderungen an die Verantwortlichen aus Stadt und Politik gewandt.

Der Kern ihres Hilferufs lautete: Immer weniger Eltern aus dem Schulbezirk Auf der Horst melden ihre Kinder auf der Schule an. Stattdessen wichen viele auf die umliegenden Grundschulen in Garbsen-Mitte, Havelse und die Osterbergschule in Altgarbsen aus. Durch diese Abwanderungen sei die Existenz der Saturnringschule auf kurze Sicht gefährdet. Darüber hinaus beträgt der Anteil der Jungen und Mädchen mit Bedarf an Sprachförderung mehr als 80 Prozent. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern gestalte sich schwierig, schilderte Moritz.

Deshalb wollen Stadt und Schule vermehrt auch wieder die sogenannten bildungsnahen Familien dazu bringen, ihre Kinder zu der Grundschule im Stadtteil Auf der Horst zu schicken. Das soll mittels einer Änderung der Schulform geschehen. Die teilgebundene Ganztagsschule wird demnach ab dem nächsten Schuljahr in eine offene Ganztagsschule umgewandelt.

Das bedeutet in der Praxis: Eltern können ihre nicht mehr ohne Ausnahmegenehmigung auf andere Grundschulen schicken. Bislang war das möglich, weil niemand gezwungen werden darf, sein Kind auf eine Ganztagsschule zu schicken. Das Angebot an der offenen Ganztagsschule ist jedoch freiwillig.

Diese Lösung bezeichnete Aick aus Sicht der SPD mit einem Zitat von Bundeskanzlerin Merkel als alternativlos. Er schickte hinterher: "Ich meine das ganz ernst. Nur so bringen wir die Schule weiter."

Diese Meinung vertrat auch Franz Genegel (CDU). "Wir müssen die Chancen der Kinder im Stadtteil verbessern", forderte er. Die Schulleitung habe rechtzeitig Alarm geschlagen, die Politik müsse nun auf die "zwingende Lage" reagieren.

Das einstimmige Votum des Fachausschusses für Schulangelegenheiten ist für den Rat der Stadt Garbsen nicht bindend. Es ist aber davon auszugehen, dass er sich der Entscheidung bei seiner nächsten Sitzung am 6. November anschließt.

Von Gerko Naumann

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