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Schulhof in katastrophalem Zustand

Garbsen Schulhof in katastrophalem Zustand

Der Schulhof der Nikolaus-Kopernikus-Schule ist in einem katastrophalen Zustand: Das Unkraut steht meterhoch, Risse ziehen sich über Meter durch den Asphalt. Für die neuen Oberschüler nicht gerade einladend. Eine Sanierung ist aus finanziellen Gründen vorerst gescheitert. Jetzt wird neu ausgeschrieben - und der Zustand für etwa ein Jahr nicht mehr geändert.

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Breite Risse und Dellen und meterhoch stehendes Unkraut kennzeichnen den Schulhof der Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule.

Quelle: Bernd Riedel

Auf der Horst. Die Asphaltdecke des dreiseitig von Gebäuden umschlossenen Schulhofs der Nikolaus-Kopernikus-Schule weist Löcher, Bodenwellen und Risse auf. Das Unkraut wuchert in den Ritzen und Spalten, und auf den früheren Pflanzbeeten stehen Unkraut und Blühpflanzen meterhoch. Die Sanierung des Schulhofs wird schon lange als dringend notwendig angesehen.

"Es ist vor allem der Sicherheitsaspekt, der eine Sanierung notwendig macht", sagt Beate Butsch, Leiterin der Abteilung Stadtgrün: "Die Oberfläche zerbröselt und ist insgesamt in einem sehr schlechten Zustand. Der Asphalt ist stellenweise von Baumwurzeln aufgebrochen. Das sind Stolperfallen", sagt Butsch.

Wird der Schulhof denn von den Schülern überhaupt noch genutzt? Kaum, sagt Schulleiter Stefan Zimmer. Es gibt Ausweichmöglichkeiten: Das Prinzip der offenen Schule erlaubt es Schülern, den Hof der Caroline-Herschel-Schule zu nutzen, die Schule, mit der die Hauptschule in den nächsten Jahren sukzessive zur Oberschule zusammenwächst. Auch der Schulhof des Johannes-Kepler-Gymnasiums ist für die Schüler leicht erreichbar - so lässt sich der offensichtliche Verlust des Schulhofes der Hauptschule wohl überspielen.

Geplant war, den Schulhof in den Sommerferien von Grund auf zu sanieren, mit einem Unterbau, der den Beanspruchungen angemessen sein sollte, und neu zu gestalten. Das ist schiefgegangen. Zunächst konnte wegen der verspäteten Verabschiedung des Haushaltes nicht gehandelt werden. Die Ausschreibung musste innerhalb kurzer Zeit fertig gemacht werden. Es bewarb sich jedoch nur ein Unternehmen, "und dessen Angebot lag weit über den von uns geschätzten Kosten", sagt Butsch. Deshalb wurde die Sanierung wieder abgeblasen. "Wir nehmen an, dass die Firmen sehr gut ausgelastet sind und sich deshalb nicht beworben haben", sagt Butsch.

Es wird neu ausgeschrieben. Die Sanierung selbst aber wird erst für die nächsten Sommerferien angesetzt. Während des laufenden Schulbetriebs soll der Schulhof nicht umgebaut werden. "Das können wir der Schule nicht zumuten", sagt Butsch. Nun wird es ein weiteres Jahr dauern, bis der katastrophale Zustand behoben ist.

Der Entwurf selbst lässt an Schönheit und Einfallsreichtum nichts zu wünschen übrig. "Wir haben das Thema des Koperinkanischen Sonnensystems aufgenommen", sagt Landschaftsarchitektin Nicole Witte. Die Standorte der einzelnen Elemente wie Hügel, Baumbeete, Spielgeräte, Tischtennisplatte orientieren sich an den Positionen der Planeten. Und es gibt sogar ein Schwarzes Loch: eine Rundbank, auf der nach ausdrücklichem Wunsch der Schulleitung Außenunterricht in Klassengröße stattfinden kann.

Der neu Schulhof wird auch unter dem Aspekt der Inklusion gesehen: Der Übergang zum benachbarten Schulhof wird barrierefrei gestaltet - zurzeit sind dort noch Stufen, die für Rollstuhlfahrer fast unüberwindlich sind. Für Sehbehinderte wird der Boden mit Kontrasten und Riffeln ausgestattet, um ihnen die Orientierung von Tür zu Tür zu erleichtern.

Über Kosten möchte die Verwaltung derzeit nicht reden. "Wenn wir vorab  veröffentlichen würden, was wir an Kosten schätzen, dann würden wir genau diese Schätzung als Untergrenze in den Angeboten wiederfinden", sagt Butsch.

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Breite Risse und Dellen und meterhoch stehendes Unkraut kennzeichnen den Schulhof der Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule.

Quelle: Bernd Riedel
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