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Spatenstich für Maschinenbau-Campus

Garbsen Spatenstich für Maschinenbau-Campus

Mit dem Spatenstich hat am Freitag der Ausbau des Maschinenbau-Campus der Leibniz-Universität begonnen. Es werden 143 Millionen Euro verbaut. Die Stadt Garbsen will alles daran setzen, für die Mitarbeiter und Studenten gute Lebensbedingungen zu schaffen.

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Grüne Mitte: Die Campus-Gebäude werden um einen kleinen Park herum gesetzt. Im Hintergrund sind die Mensa (links) und das Arbeitsgebäude für die Studenten zu sehen.

Quelle: Auer+Weber

Garbsen. Eine kleine schnelle Geste, ein großer und lange erwarteter Schritt für Garbsen: Als Ministerin, Präsidenten, Dekan und Bürgermeister Sand werfen, beginnt ein Quantensprung in der Wissenschaftsgeschichte Garbsens. Die Geste war am Freitag um 12 Uhr der Spatenstich zum Bau des Campus Maschinen Garbsen (CMG), der Quantensprung folgt ab 2019.

Die Eckdaten: Acht Gebäude, angeordnet um eine grüne Mitte, für Lehre und Forschung an elf Instituten, 143 Millionen Euro Investitionssumme, ausgelegt für rund 5000 Mitarbeiter und Studenten, geschätzte Bauzeit sind vier Jahre. Wenn der Campus steht, arbeitet die Fakultät Maschinenbau der Leibniz-Universität zum ersten Mal in ihrer Geschichte unter einem Dach. Sieben Institute hatten 2004 die Vorhut gebildet, als sie ins PZH einzogen.

Welches Kapital die Wissenschaftler aus diesem Vorteil schlagen, ist Sache der Uni. Was Garbsen daraus macht, ist allein Sache der Stadt. „Es geht jetzt darum, den Wissenschaftsstandort zu entwickeln und gute Lebensbedingungen für Mitarbeiter und Studenten zu schaffen“, sagt Bürgermeister Christian Grahl, „wir werden unsere Anstrengungen intensivieren, heute geht’s los - packen wir es an.“

Anstrengung bedeutet: Platz schaffen für studentisches Wohnen, Wohnraum schaffen für das wissenschaftliche Personal, den Zuwachs für Krippen, Kindergärten und Schulen im Auge behalten und vor allem der Expansion des Wissenschaftsbetriebes Raum geben. Uni-Präsident Volker Epping sieht den Campus nur als Treibsatz für Ausgründer und neue Institute.

Einen alten Streit haben Universität und Region Hannover bis zum Spatenstich am Freitag nicht beigelegt: die Stadtbahn zum Campus. Die Region baut einen Buspendelverkehr zwischen PZH und Friedhof. Epping nannte das erneut „ein Provisorium“.

Nachgefragt bei Uni-Präsident Volker Epping

Der Campus-Bau hat begonnen. Was erwarten Sie jetzt von Garbsen, Herr Epping?

Der Campus wird ein Innovationsinkubator mit enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Damit er diese Bedeutung entwickeln kann, brauchen wir von Garbsen Flächen für einen Industriepark. Wir brauchen Flächen für Ausgründer und für Firmen, die die Nähe zur Wissenschaft suchen. Das zeigen Beispiele anderer Technologiestandorte wie München-Garching. Mein dringender Appell an Garbsen ist, Flächen zu sichern.

Haben Sie den Eindruck, dass sich Garbsen der Chancen bewusst ist?

Ja. Die Themen Wohnen, Gewerbe und Erweiterungsflächen sind gesetzt. Es ist förderlich, dass der Bürgermeister einen universitären Hintergrund hat.

Erster Grundstein vor 38 Jahren

Der Spatenstich für den Campus am Freitag war der dritte. Die Vorgeschichte beginnt vor 38 Jahren: 

1977 legten Garbsen und das Land fest, die Flächen zwischen Schönebecker Allee, Walter-Koch- und Havelser Straße für die Universität vorzuhalten. Treibender Motor: Die Maschinenbauprofessoren Heinz Haferkamp, Hans Kurt Tönshoff und Hans-Peter Wiendahl. 

1995: Erster sichtbarer Schritt Richtung Technologiestandort ist der Bau des Unterwassertechnikums, einer Tochter des Institutes für Werkstoffkunde. 

2002: folgt die Grundsteinlegung, 2004 die Eröffnung des PZH für sechs, heute sieben produktionstechnische Institute. Gleichzeitig mahnen Wissenschaftler die Vollendung des Campus an. 

2009: Die Landesregierung Wulff schiebt die Machbarkeitsstudie und die Wirtschaftlichkeitsprüfung an – ein erstes klares Bekenntnis zum Campus in Garbsen. Die Frage ist: Baut das Land oder ein privater Investor? 

2013: Das Architekturbüro Auer Weber München erhält den Zuschlag als Generalplaner. 

2015: Das Land baut. Am 27. Mai gibt die Landesregierung Weil das Geld frei.

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Von Redakteur Markus Holz

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