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Schlangestehen für die nächsten Bauplätze

Garbsen Schlangestehen für die nächsten Bauplätze

Der Plan für das Neubaugebiet Klüterfeld in Frielingen steht. Rund 50 Wohneinheiten sollen dort ab Herbst 2017 entstehen. Die Grundstücke werden nach einer Punktetabelle vergeben - wann ist noch unklar. Der Quadratmeterpreis soll unter 200 Euro liegen.

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Kreuzung Bordenauer-, Horster- und Bürgermeister-Wehrmann-Straße: Dort entsteht ein Kreisel. Die große Eiche wird etwa in der Mitte des Kreisels stehen. Die Einfahrt zum Klüterfeld wird in Richtung der Scheune abzweigen.

Quelle: Markus Holz

Frielingen. Am Montagabend haben die Stadtverwaltung und die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) rund 60 Interessierte über die Pläne in Frielingen informiert. Die Stadt hat die Planungshoheit, die NLG legt Kanal, Wege und Straßen und verkauft die Grundstücke im Auftrag der Stadt.

Wann der Verkauf der Bauplätze beginnen kann, ist unklar. Der Plan muss noch zweimal durch den Ortsrat und die Fachausschüsse, einmal durch den Rat. Dazu gehört auch die Punktetabelle. Kriterien wie heutiger Wohnort, Anzahl der Kinder, das Alter der Bauherren und die Zahl der bisher vergeblichen Bewerbungen um Bauplätze in Garbsen werden eine Rolle spielen. Über den Katalog und die Gewichtung muss der Rat letztlich abstimmen. Wer die höchste Punktzahl hat, hat als erster die Wahl des Bauplatzes. Die Kaufpreise liegen noch nicht fest. Die Stadt dringt auf einen Preis unter 200 Euro pro Quadratmeter. An Bauträger werden keine Grundstücke verkauft, nur an private Bewerber.

Der Baugrund ist kein einfacher. Die NLG muss bis Ende Februar eine Reihe von Bäumen fällen, darunter Eichen und die östliche Pappelallee. Sie muss Kanalisation, Strom, Telekommunikation und Wasser fast ins Grundwasser legen und die Straße auf den nassen Boden betten. Weil das Grundwasser so hoch steht, werden nur wasserdichte Keller genehmigt als sogenannte "weiße Wanne".

Die Stadt will sich mit Vorschriften bei der Baugestaltung sehr zurückhalten: Die Höhe der Zäune, die Neigung und Farbe der Dächer und das Niveau der Fundamentplatte werden festgelegt  - mehr nicht. In der Fassadenwahl sind die Bauherren frei. 52 Grundstücke mit maximal 850 Quadratmetern sind geplant: Acht Doppelhaushälften, neun Reihenhaus-Einheiten, drei Mehrfamilien- und 33 Einfamilienhäuser. Es wird nur eine Ein- und Ausfahrt in die Siedlung geben: Sie führt vom neuen Kreisel an der Kreuzung Bordenauer-/Horster- und Bürgermeister-Wehrmann-Straße nach Norden zu den Grundstücken. In der Siedlung gilt Spielstraßentempo, Durchgangsverkehr gibt es nicht.

Die neun Reihenhäuser haben noch keinen Ausgang aus den Gärten, das ist am Montag moniert worden, außerdem die geringe Anzahl an Besucherparkplätzen entlang der Straße. Jeder Bauherr eines Einfamilienhauses muss zwei Parkplätze auf dem Grundstück anlegen. Für die Reihen- und Mehrfamilienhäuser gibt es Stellplatzanlagen. Die sehr ausgereiften Pläne dürften aber die Zustimmung aller Gremien finden, so dass die ersten Bauherren in einem Jahr die Fundamente gießen lassen können.

Die Schlange der Bewerber dürfte lang werden, auch wenn die Häuser in der Fluglärmfahne stehen und passiver Lärmschutz Vorschrift ist. 2015 waren 200 Interessenten für Baugrundstücke in Garbsen bei der Stadt und der NLG registriert. Beim Neubaugebiet Horst/Steinwartskamp kamen auf jedes Grundstück zehn Bauwillige. Das nächste Neubaugebiet entsteht in Stelingen, Hinter der Worth, ebenfalls mit der NLG.

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Von Redakteur Markus Holz

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