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Keine Grundschule für Meyenfeld

Garbsen Keine Grundschule für Meyenfeld

Meyenfeld soll wachsen. Das bedeutet: Mehr Familien, mehr Kinder, mehr Schüler. Die SPD fordert eine neue Grundschule für das Dorf, zur Zeit gehen die Kinder nach Horst. Die Verwaltung sagt vorerst nein. Eine neue Grundschule würde die Horster Grundschule schwächen - zum Nachteil der Kinder.

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Meyenfeld hatte schon zwei Schulen, die erste (links) ist heute das Atelier GRi, die zweite im Hintergrund wird als Kindergarten, Krippe und Vereinshaus genutzt. Die Grundschule war 202 aufgelöst worden, weil sie zu klein war. Einen dritten Schulbau soll es nicht geben, obwohl das Dorf bis 2035 deutlich wachsen soll.

Quelle: Archiv/Sokoll

Meyenfeld/Horst. Es ist ein sehr ernst gemeinter Gedankenanstoß der SPD. Sie hat ihn 2015 formuliert und im Mai 2016 wiederholt: Meyenfeld soll wieder eine Grundschule (möglichst mit Sporthalle) erhalten. Der Grund ist einleuchtend: Meyenfeld soll innerhalb der nächsten 20 Jahre um rund 20 Prozent wachsen. Das Dorf hat die größten Wohnungsbaupotenziale unter allen Garbsener Ortsteilen. Die langfristige Entwicklung Meyenfelds ist so von allen Parteien beschlossen worden.

68 Kinder aus Meyenfeld besuchen derzeit die Grundschule Horst, 170 Kinder sind es dort insgesamt. Die Schule soll für den Ganztagsbetrieb ausgebaut werden. Dafür sind eine Mensa und neue Räume nötig. Horst muss vermutlich ohnehin erweitert werden, denn auch dieser Ortsteil soll deutlich wachsen. Schulamtsleiterin Monika Probst: „Aus Kostengründen sollte die Stadt einen Ganztagsschulbetrieb nur an einem Standort realisieren."

Ein Grund ist das Geld, ein zweiter ist die Unterrichtsversorgung: Die Horster Grundschule kann langfristig mit den Meyenfelder Kindern drei Klassen pro Jahrgang einrichten. Sie hat damit eine hohe Lehrerversorgung und entsprechende Kapazitäten für einen Ganztagsbetrieb. Würde die Stadt die Schule teilen und in Meyenfeld neu bauen, stünde dieses Lehrer- und Stundenpotenzial nicht zur Verfügung. Die beiden kleinen Schulen könnten ihren Kindern kein so vielseitiges Angebot machen, wie eine starke Schule.

"Die Verwaltung hat die Zahlen bewertet und Kostengründe angeführt, das können aber nicht das einzigen Kriterien sein", sagte SPD-Fraktionschef Karsten Vogel am Montag. "Ein Stadtteil muss attraktiv sein, wenn sich hier neue Bewohner niederlassen sollen. Eine Schule - gerne mit einer Sporthalle, die in Meyenfeld auch fehlt - gehört nach meiner Meinung zu einer vernünftigen Stadtteilplanung." Die SPD werde die Antwort der Verwaltung jetzt prüfen und bewerten. Über das Thema Schule für Meyenfeld wird der neue Ortsrat Horst am Dienstag, 15. November, in seiner ersten Sitzung sprechen - ab 19 Uhr im Gasthaus Zur Linde in Schloß Ricklingen, Burgstraße 16.

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Von Redakteur Markus Holz

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