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Stadt unter Druck: Mehr Flüchtlinge erwartet

Garbsen Stadt unter Druck: Mehr Flüchtlinge erwartet

Garbsen muss nach aktuellen Zahlen aus dem Innenministerium bis Juli 2016 erheblich mehr Flüchtlinge aufnehmen, als bisher vorhergesagt waren. „Das ist eine große Herausforderung für die Stadt“, sagte Sozialdezernentin Iris Metge.

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Die Stadt Garbsen muss mehr Flüchtlinge aufnehmen als bisher vorhergesagt wurde.

Quelle: dpa/Symbolfoto

Garbsen. Das Innenministerium hat die Kommunen am Montag informiert, dass die Zahl der Flüchtlinge in den nächsten Monaten rapide steigen wird. „Das Land verteilt jetzt wöchentlich 2500 Flüchtlinge auf die Kommunen, bisher waren es 1500“, sagte Metge in der Ratssitzung am Montagabend.

Die Entwicklung: 2014 wurden Garbsen 45 Flüchtlinge zugewiesen, bis Ende September 2015 stieg die Zahl auf 343, Ende Januar 2016 sollen es 728 sein, bis Juli insgesamt 1500. Der Bestand an privatem Wohnraum sei annähernd erschöpft. „Die großen Immobilienunternehmen haben uns signalisiert, keine Wohnungen mehr zur Verfügung stellen zu können, um den sozialen Wohnungsmarkt nicht zu überhitzen“, sagte Metge. Heißt: Niemand will, dass Mieter mit kleinem Einkommen keine freien Wohnungen mehr in Garbsen finden.

Die Stadt appelliert weiter an private Immobilienbesitzer mit kleineren Beständen, Wohnungen an die Stadt zu vermieten. „Wir werden aber ohne neue Gemeinschaftsunterkünfte nicht mehr auskommen“, sagte Metge.

Ihre Hoffnung, die seit wenigen Tagen mit Flüchtlingen belegte Förderschule am Hespe in Berenbostel zum Jahresende wieder freigeben zu können, hat sich damit zerschlagen. Kurzfristig, also bis zum Frühjahr, wird keines der geplanten Sammelquartiere fertig. „Aufgrund der hohen Aufnahmeverpflichtung suchen wir derzeit in allen Stadtteilen nach geeigneten Standorten“, sagt Stadtsprecher Marco Rühmkorf. Die Stadt sucht derzeit unter anderem ein Gelände für ein Containerdorf, wie es für Frielingen auf dem Feuerwehr-Übungsgelände am Lärchenweg geplant war.

In Osterwald geht es unter anderem um das Übungsgelände der Oberender Feuerwehr, die Wiese zwischen Grundschule und Friedhof an der Robert-Koch-Straße und die ehemalige Grüngutannahmestelle am Klingenberg.

Weiterer denkbarer Standort für eine Art Halle soll der ungenutzte Festplatz am Ortseingang von Horst sein. Der Unternehmer Peter Hahne soll der Stadt außerdem angeboten haben, die kleine Unterkunft an der Otternhägener Straße auf seinem Betriebsgelände zu erweitern. Öffentlich und politisch diskutiert worden ist bisher keine dieser Möglichkeiten.

Von Markus Holz

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