Die Wirtschaftsförderer der Region suchen Gewerbeflächen, die für Logistikbetriebe geeignet sind. Ihnen ist ein Gelände am Kreisel Gutenbergstraße ins Auge gefallen – die Stadt lehnt das Vorhaben ab.
Das Transportgewerbe gehört im Transitland Niedersachsen zu den Boombranchen. Die Lage mitten in Europa und die hervorragende Autobahninfrastruktur begünstigen diese Entwicklung. Die Region will sich von diesem Zug nicht abhängen lassen und sucht Flächen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre für Logistiker zur Verfügung gestellt werden können. „Die Hoheit liegt bei den Gemeinden, unsere Vorschläge sind nicht bindend“, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz.
Der Schwerpunkt der Flächenpotenziale liegt zwischen Wunstorf, Luthe und der Autobahn 2 sowie südlich davon bei Holtensen und Groß Munzel. In Garbsen sollen es 16 Hektar an der Straße Im Moore sein, abzweigend vom Kreisel an der Gutenbergstraße Richtung Kleingartenkolonie/Garbsen-Mitte. Die Stadt hat seit 2002 andere Pläne für dieses Gebiet. Zu Gewerbe sagt sie Ja – wegen der Nähe zur Autobahn ist anderes auch nicht möglich –, aber Premiumgewerbe soll es sein. „Diese Fläche soll als Technologiepark entwickelt werden“, schreibt Bürgermeister Alexander Heuer in seiner Stellungnahme. An dieser Stelle soll eines Tages die Kerntangente von der Autobahnabfahrt in die Stadtmitte führen. Es entsteht damit ein neues Entree zur Stadt.
Darum will die Stadt eine angemessene qualitativ hochwertige Gebäudeoptik verlangen, entsprechend der Qualität der Firmen und der Lage. Das Gelände soll unter anderem Ausgründungsfirmen aus dem Fachbereich Maschinenbau als Standort dienen. Schmucklose Logistikhallen passen da nicht ins Konzept. Eine kleinere Fläche mit sieben Hektar hat die Region an der Burgstraße ausgemacht – neben den geplanten Heycom-Hallen. Die Stadt hat keine Einwände. Über die größere Fläche will die Region noch verhandeln.
von Markus Holz
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Kommentare
Stadt Garbsen Bienstein – 10.08.09
Das ist ja mal wieder Garbsen!!da gibt es angebote das Gewerbe nach Garbsen kommen soll was geld für die Stadt und Arbeitsplätze für die Bewohner Bedeutet.Aber die Stadt sagt nein das ist bestimmt nicht im Intrese der Bürger.
Wer hätte das Gedacht? Leser – 28.07.09
Na, wer hätte das von der Stadt Garbsen gedacht?Was es da nicht alles bald geben wird, Hightech-Unternehmen und exklusive Geschäfte überall. Vielleicht in 10 oder 15 Jahren. Darum muss ja auch jetzt jeglicher Versuch Investoren in die Stadt zu holen abgeblockt werden. Was nur scheinbar keiner bemerkt im Rathaus, Garbsen verödet mehr und mehr.
Aber ihre Träume soll man der Stadtverwaltung ruhig lassen. Was anderes wird ihnen auch nicht bleiben, wenn es so weiter geht.