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Stadt startet Baulandoffensive

Garbsen Stadt startet Baulandoffensive

Neues Bauland in Garbsen: Nach Jahren des Stillstandes will die Stadtverwaltung in die Offensive gehen. Neubaugebiete, die lange im Gespräch sind, sollen jetzt nach und nach freigegeben werden. Im Fokus stehen die Ortsteile Meyenfeld, Horst, Berenbostel und Garbsen-Mitte.

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Im Fokus steht auch der Ortsteil Horst.

Quelle: Archiv

Garbsen. Drei Siedlungen hatte die Stadt in den vergangenen drei Jahren für Ein- und Zweifamilienhäuser freigegeben: Steinwartskamp in Horst (21 Grundstücke), Fritz-Rehburg-Straße in Frielingen (13) und an der Dorfstraße in Berenbostel (45). Horst und Frielingen waren hoffnungslos überzeichnet. „Der Bedarf ist sehr groß, auf einen Bauplatz kamen mehr als zehn Bewerber“, sagt Stadtbaurat Frank Hauke. Am 21. Januar soll der Fachausschuss für Stadtentwicklung die „Wohnbauoffensive“, wie Hauke es nennt, verabschieden. Im Februar geht die Verwaltung mit den Details in die Ortsräte.

In diesem Jahr werden das Klüterfeld (45) in Frielingen und Hinter der Worth (25) in Stelingen baureif. Grundstücke am Bosse See, an der Raiffeisenstraße und bei Willehadi haben sich Investoren gesichert. Das Potenzial sieht Hauke auf der Achse Berenbostel-Horst.

 Berenbostel: An der Wreschener Allee zwischen Langenhagener Straße und Dorfstraße sowie am Edekamarkt könnten annähernd 20 Hektar Bauland ausgewiesen werden, außerdem der Acker im Dreieck Blumenstraße/B 6, das Gelände Badepark (unter Vorbehalt) und der Acker zwischen dem Hespe und Im Rehwinkel.

 Meyenfeld: Große Flächen südlich der Leistlinger Straße, potenziell mehr als 40 Hektar.

 Horst: Die wichtigsten Bauflächen liegen zwischen Sportplatz und Friedhof sowie südlich Im Stühe und am Ortsausgang nach Schloß Ricklingen hinter der Häuserreihe am Kahlen Berg.

 Garbsen-Mitte: 1,5 Hektar zwischen Polizei und Kreisel Europaallee gegenüber der IGS für städtischen Wohnen aller Generationen, das ist der Plan der Stadt. Die Fläche sei prädestiniert für Wohnen. Potenziell ist die gesamte Wiesenlandschaft neben der Meyenfelder Straße Bauland.

 Altgarbsen: Eigentümer und das Unternehmen Forbo haben sich verständigt, am Kochlandweg gegenüber dem TuS-Gelände Bauland freizugeben.

„Das geht natürlich nicht alles auf einmal und zeitgleich“, sagt Hauke. Bei einigen Flächen seien Eigentümer nicht verkaufsbereit, andere Bereiche würden sich zügig entwickeln lassen.

Interview

Neues Bauland für Garbsen? Stadtbaurat Frank Hauke im Gespräch mit Redakteur Markus Holz über Chancen, Möglichkeiten und Grenzen.

Herr Hauke, betreiben Grundeigentümer und Investoren in Garbsen die Stadtentwicklung?

 Nein. Die Stadt bestimmt die Ziele und Strukturen. Sie plant bedarfsgerecht. In Garbsen wird nicht x-beliebig und irgendwo gebaut. Aber es ist richtig: Ohne die Flächenbesitzer geht es nicht. Und ohne die Investitionsbereitschaft von Wohnungsbauunternehmen geht es an einigen Stellen auch nicht. Denken Sie nur an das Thema Studentenwohnungen. Stadtentwicklung läuft dann reibungslos, wenn alle drei Seiten zusammenarbeiten.

Sie haben 19 Flächen im Programm. Soll da überall gebaut werden?

 Nein, das ist nur das Potenzial, das wir nutzen könnten. Wir planen nicht über den Bedarf, und wir müssen dabei auch Leerstände in alten Immobilien im Blick behalten.

 Für wen schafft die Stadt dieses Bauland? Familien, Singles, Ältere? Wir kennen die demografische Entwicklung, und wir wissen um das Thema Campus. Die Themen sind also vielfältig: junges Wohnen, bezahlbares Wohnen, barrierefreies Wohnen. Diese Aspekte sind alle wichtig.

Wie verkaufsbereit sind Grundeigentümer im Moment? Wenn jemand verkauft, bringt er das Geld bei den niedrigen Zinsen nicht gerade zur Bank. Das erschwert die Gespräche.

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