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Stadt übernimmt Jugendhilfe

Garbsen-Mitte Stadt übernimmt Jugendhilfe

Die Stadt Garbsen tritt dem Jugendpflege-Abkommen bei - zähneknirschend und mit Bauchschmerzen. Die Kündigungsfrist der Vereinbarung sei laut Verwaltung verkürzt worden und der Vertrag sei nun jährlich kündbar.

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Die Jugendhilfe liegt bisher in der Hand der Region, die sie aber an die Gemeinden abgeben möchte.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Die Stadt Garbsen hat ihren Widerstand in einer Sache aufgegeben, in der sie lange hartnäckig gegen die Region Hannover und alle anderen 20 Kommunen in der Region stand: in der Jugendhilfe. Die Jugendhilfe liegt bisher in der Hand der Region, die sie aber an die Gemeinden abgeben möchte. Zuletzt waren nach längeren Verhandlungen alle Kommunen dafür - mit Ausnahme von Garbsen.

Kämmerer Heinz Landers illustrierte diese Situation in der Ratssitzung am Montagabend mit einem plastischen Bild: Garbsen auf einer kleiner werdenden Insel „und 20 Haie schwimmen drumherum“.

Die Übernahme der Jugendhilfe durch die Kommunen ist gekoppelt an ein lukratives Angebot der Region: Die Regionsumlage, in ihrer alten Fassung lange schon strittig, soll um insgesamt rund 36 Millionen Euro gesenkt werden. Dieser Umstand hatte es Garbsen unmöglich gemacht, auf der Verweigerung zu beharren. Die Gründe für Skepsis liegen laut Landers auf der Hand: Aufgrund seiner besonderen Sozialstruktur seien die Kosten für die Jugendhilfe nicht zuverlässig einschätzbar.

In der eilig verfassten Tischvorlage dazu wird sehr vorsichtig formuliert: Der Vereinbarung über die Übernahme der Jugendhilfe solle unter der Voraussetzung zugestimmt werden, dass die Kosten, die Garbsen dabei entstehen, im vollen Umfang gedeckt werden. Daran hatte Landers Zweifel geäußert: „Erst in zwölf Monaten können wir das richtig einschätzen, wenn wir es für ein Jahr gemacht haben“, sagte Landers.

Landers schloss nicht aus, dass die Stadt Garbsen aufgrund der aus seiner Sicht so schwer kalkulierbaren Kosten in späteren Jahren „in die Bredouille geraten“ könnte. Die Kündigungsfrist der Vereinbarung sei nun neu gefasst und damit verkürzt worden und der Vertrag sei nun jährlich kündbar.

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