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Mehr Sprachförderung nötig und möglich

Garbsen Mehr Sprachförderung nötig und möglich

Die Stadt will die Sprachfähigkeit der Kinder in Kitas und Krippen weiter fördern - und die Kompetenzen der Erzieherinnen und Erzieher ebenso. Dabei soll ein neues Projekt helfen. Partnerin ist die Fachhochschule Südwestfalen. Das Geld ist vom Land bereitgestellt. Es kann losgehen.

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Mit einem neuen über drei Jahre laufenden Projekt soll die Sprachfähigkeit der Garbsener Kinder in Kitas und Krippen gefördert werden.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Es geht um eine Fördersumme von rund 361.000 Euro - in jährlichen Margen von rund 120.000 Euro. Die Stadt trägt dabei einen Eigenanteil von zehn Prozent, auf drei Jahre gerechnet sind das rund 36.000 Euro.

In dem Projekt werden das Personal der Kindertagesstätten und Krippen weitergebildet, zugeschnitten auf die besondere Situation in den Einrichtungen. So sind nach einer Erhebung aus dem Jahr 2014 im Stadtteil Auf der Horst rund 62 Prozent der Kinder Sprachförderkinder. 22 Prozent sprechen Deutsch mit gravierenden Fehlern. Im Stadtteil Auf der Horst  wurden rund acht Prozent der Kinder wegen Auffälligkeiten beim Sprechen an einen Arzt überwiesen, in Berenbostel waren es sogar zwölf Prozent. Der Migrationsanteil liegt in den Krippen zwischen zehn und rund 80 Prozent, bei den Kitas zwischen fünf und 91 Prozent.

Das Personal in den Einrichtungen soll befähigt werden, Ziele zu formulieren und umzusetzen, die den Kindern jeweils angemessen sind. Die Erzieherinnen bekommen Mittel und Wege an die Hand, mit denen sie die Sprachfähigkeit der Kinder im Alltag fördern können. Damit schließt das Projekt nahtlos an zwei frühere Projekte mit der Universität Oldenburg und der Universität Vechta an.

Auch das neue Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um die Ergebnisse auch der Forschung zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse sollen in die Zukunft wirken: Kitas und Krippen erarbeiten Konzepte, mit denen sie über den Forschungs- und Förderzeitraum von drei Jahren hinaus etwas bewirken können.

Es ist Eile geboten, sagt die Verwaltung in einer Beschlussvorlage, die dem Integrationsbeirat am 11. August, dem Sozialausschuss am 16. August und dem Schulausschuss am 17. August vorliegen wird. Die Beantragung der Mittel ist erst seit Anfang Juni möglich. Der Förderzeitrum hat am 1. August begonnen. Nun muss der Kooperationsvertrag mit der Fachhochschule Südwestfalen geschlossen werden. Deshalb soll der Bürgermeister durch die Ratsgremien noch im Laufe des August ermächtigt werden, den Vertrag zu verhandeln und die Maßnahme beginnen zu lassen.

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