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"Die Gemeinde ist wiederauferstanden"

Garbsen "Die Gemeinde ist wiederauferstanden"

Der Stadtkirchenverband Hannover hat seinen jährlichen Aegidienempfang am Sonntag in der Willehadi-Kirche gefeiert. Diese war 2013 durch Brandstiftung zerstört und anschließend neu gebaut worden. Die Solidarität im Stadtteil Auf der Horst und darüber hinaus war das bestimmende Thema des Empfangs.

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Rund 100 Gäste sind zum Aegidienempfang in der Willehadi-Kirche gekommen.

Quelle: Gerko Naumann

Auf der Horst. Rund 100 Gäste waren zu dem Empfang gekommen. Darunter waren neben Christen auch Mitglieder der jüdischen Gemeinde Hannover und der muslimischen Gemeinden aus dem Stadtteil Auf der Horst. Solche Treffen seine wichtig, um sich vor Augen zu führen, dass sich alle Gemeinden "für den Frieden einsetzen" müssten, sagte Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann in seinen Begrüßungsworten. Die neue Willehadi-Kirche sei der richtige Treffpunkt des Stadtkirchenverbandes mit seinen 60 Gemeinden und 190.000 Christen. Denn dort hätten Haupt- und Ehrenamtliche gezeigt, wie schwere Zeiten zu meistern seien.

Die Mauern als Mahnmal

Die begannen in der Nacht zum 30. Juni 2013, erinnerte Günter Seeber vom Kirchenvorstand. Mit einem Beamer warf er die Bilder des Feuers an die Wand der Kirche. Bis heute unbekannte Täter steckten Baumaterialien des kurz zuvor abgerissenen Gemeindehauses in Brand. Das Feuer erreichte die Kirche und zerstörte trotz des Einsatzes der Feuerwehr alles bis auf die Grundmauern. Diese stehen heute noch als Mahnmal.

"Die erste Zeit nach dem Brand war sehr schwer. Aber in den folgenden Monaten wurde es auch unglaublich spannend", fasste Pastorin Renate Muckelberg ihre Gefühlswelt zusammen. Vor allem die unglaubliche Solidarität im Stadtteil habe die Gemeindemitglieder an ein gutes Ende glauben lassen. Und das gab es im Februar dieses Jahres, als die neue, mehr als 3 Millionen Euro teure, Kirche eingeweiht worden ist. "Für uns ist die Feier heute auch eine Art Abschluss des Neuanfangs", sagte Muckelberg. 

Garbsens Bürgermeister Christian Grahl bedankte sich bei allen Menschen, die daran ihren Anteil haben. Die Leistung der Christen brachte er mit einem Bibelvergleich auf den Punkt: "Die Gemeinde ist wiederauferstanden." Auf der Horst sei ein "wesentlicher Stadtteil" Garbsens, in den wieder Ruhe und Frieden eingekehrt sei.

"Der Mittelpunkt des Stadtteils"

Diesen Gedanken nahm Marc Müller-de Buhr auf. Er ist Quartiersmanager für den Stadtteil und warf einen Blick auf die Rolle der Kirchen für das soziale Leben dort. Auf der Horst werde oft als "sozialer Brennpunkt" bezeichnet, sagte er. Aber schon der Begriff gefalle ihm nicht, betonte Müller-de Buhr. "So was klingt nach Krisengebiet. Das ist aber nicht der Eindruck der Menschen, von denen viele gern hier leben", sagte er. Es gebe ein vielfältiges Miteinander zwischen den Kulturen. Und dazu trügen die Kirchen seit Jahrzehnten bei, betonte Müller-de Buhr. "Sie sind ein fester Bestandteil, ja sogar der Mittelpunkt des Stadtteils."

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Von Gerko Naumann

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