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Sondersitzung zu Altlasten noch im Juli?

Garbsen Sondersitzung zu Altlasten noch im Juli?

Die Stadtverwaltung weist die Kritik der Grünen, die Öffentlichkeit sei über die Altlasten bei Stelingen nicht informiert worden, zurück. „Es ist der Stadtverwaltung und in der Öffentlichkeit seit mehr als 30 Jahren bekannt, dass in den beiden ehemaligen Sandgruben südlich von Stelingen Industrie- und Gewerbemüll sowie Bauschutt abgekippt wurde“, sagt Stadtbaurat Frank Hauke.

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Giften auf der Spur: Eine Fachfirma setzt in Stelingen bis zu 60 Meter tiefe Messstellen unter anderem an der Dorfstraße, Ecke Stöckener Straße und an den benachbarten Pferdekoppeln.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Dort sind jetzt krebserregende Stoffe gefunden worden. Die Region Hannover hatte im vergangenen Herbst ein Fachbüro mit der Untersuchung beauftragt und die Ergebnisse im März der Stadtverwaltung mitgeteilt. An zwei Stellen bei Stelingen ist das Grundwasser belastet, in einem Fall sogar erheblich. Nachgewiesen sind krebserregende chlorierte Kohlenwasserstoffe sowie Ammonium und Zink. Die Grünen kritisierten, dass Politik und Öffentlichkeit nicht informiert worden seien und forderten eine Sondersitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses.

„Die Informationen der Region sind eine Bestätigung dessen, was Stadtverwaltung, Politik und Öffentlichkeit schon bekannt war“, sagt Stadtbaurat Frank Hauke. Nach der aktuellen Einschätzung der Region führten die Fließrichtungen des belasteten Grundwassers von der Bebauung weg. Die Altlasten liegen in 30 bis 40 Meter Tiefe. Laut Region sind für eine abschließende Beurteilung des Ausmaßes weitergehende Untersuchungen von Boden und Grundwasser notwendig, sagt Hauke. Die Region Hannover werde noch weitere Hausbrunnen- und Bodenproben aus dem Umfeld der Deponien nehmen. Abschließende Ergebnisse zur Gefahrenabschätzung liegen seitens der Region noch nicht vor. 

„Dennoch planen wir schnellstmöglich eine öffentliche Sondersitzung, bei der die Region umfassend über die Untersuchungsergebnisse, die Auswirkungen, die weitere Vorgehensweise und eine mögliche Sanierung der Standorte informieren soll – möglichst noch im Juli“, sagt Hauke. „Allein die Region ist für die Untersuchung und Gefahrenabschätzung der genannten Flächen verantwortlich und fachlich kompetent für eine qualifizierte Beurteilung der Situation“, sagt Hauke. Die Altlasten sind auf privaten Flächen im Kataster der Region verzeichnet. 

„Es ist der Stadtverwaltung und in der Öffentlichkeit seit mehr als 30 Jahren bekannt, dass in den beiden ehemaligen Sandgruben südlich von Stelingen Industrie- und Gewerbemüll sowie Bauschutt abgekippt wurde“, sagt Hauke. „Das Thema Altlasten in Stelingen ist regelmäßig und öffentlich kommuniziert worden“, sagt er, „sowohl in den Gesprächsrunden des Arbeitskreises Dorfentwicklung als auch bei Ortsterminen, wie bei einem Dorfrundgang im September 2007 mit Stadtverwaltung, Politikern und Bürgern mit Hinblick auf neue Baugebiete.“

Bereits 1994 habe es einen Hinweis zu den beiden Altlastendeponien in einem Bebauungsplan für das Gebiet östlich Stralsunder Straße gegeben. Diese liegt rund 150 Meter entfernt von den ehemaligen Sandgruben. Dort heißt es in der Begründung, Wasserentnahmen sollten nicht ohne Untersuchungen und in Abstimmung mit dem damaligen Landkreis Hannover erfolgen. Der B-Plan ist rechtskräftig und öffentlich behandelt worden.

Die Region hat die Bauverwaltung der Stadt im März 2016 über die Zwischenergebnisse und damit erstmals über die chemische Zusammensetzung der Altlasten informiert. Die Region hat im März auch die betroffenen Grundstückseigentümer und am 11. April in Stelingen die Mitglieder des Realverbandes im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die Ergebnisse der Untersuchungen und die weitere Vorgehensweise informiert.

Die geplante Sondersitzung und Informationsveranstaltung ist öffentlich. Die Abstimmung mit der Region und mit dem Ortsrat erfolge jetzt, sagte Stadtsprecherin Jutta Grätz.

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