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Gipfeltreffen der Harp-Giganten

Garbsen Gipfeltreffen der Harp-Giganten

Phänomenaler Abschluss der Blues-Matinee-Reihe 2016 am Rathaus: Steve Baker und Mitch Kashmar, zwei aus der weltweiten Top-Ten-Riege der Blues-Mundharmonikaspieler, geben ihren Fans die ganze Fülle ihres Könnens. Und weil zwei noch zu wenig sind, stehen am Ende vier Harp-Spieler in der Session.

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Großes Finale mit spontaner Session der Mundharmonika-Künstler Mitch Kashmar (von links), Frank Rihm (Bremen), Steve Baker und Christian Noll (Moers)

Quelle: Markus Holz

Garbsen-Mitte. "Einer wie Steve Baker ist toll. Zu zweit hört sich das noch besser an. Aber zu viert ist es fast perfekt", sagt Mitch Kashmar kurz vor Ende der Blues Matinee am Sonntag und saugt sich zwei Musiker aus dem Publikum, die nicht eingeplant waren: Frank Rihm aus Bremen und Christian Noll aus Moers, langjährige Freunde der beiden Blues-Musiker. Auf die Bühne, fertig, los. Jeder ein Mikro, jeder eine Harp aus dem großen Fundus von Steve Baker, und der Zug fängt an zu rollen. Ganz einfache Melodie, eigentlich nur ein Grundakkord. Aber ein Klangteppich, der alles in den Schatten stellt, was die Fans bis dahin gehört hatten.

Dreieinhalb Stunden dauert das Konzert, weil keiner gehen will, weil die Musiker durch die Bank Spaß haben und weil das alles erstklassig ist. Baker und Kashmar, Jan Hirte (Gitarre), Niels von der Leyen (Piano) und Andreas Bock (Drums) jagen ein Kribbeln nach dem anderen unter die Haut des Publikums. Sie mögen den schlicht angelegten Südstaaten-Blues, die Anklänge an den Boogie und die Marching Bands und die etwas härte Spielart aus Chicago. Die Akzente und Höhepunkte setzen sie mit ihrem phänomenalen Stil.

Steve Baker bestreitet das erste Drittel, Kashmar das zweite, zusammen gehen sie ins letzte Drittel. "Wir haben vorher nicht proben können", sagt Baker, "die Band ist klasse." Baker kam vor fast genau 30 Jahren für drei Wochen nach Hamburg. Er hatte in London als Straßenmusiker angefangen, "aber wir hatten zu wenige Möglichkeiten für Auftritte. In Hamburg war das anders, viel besser." Wie sein Freund Tony Sheridan blieb Baker in Hamburg - Sheridan ein paar Jahre, Baker bis heute. Er und Kashmar sind das, was man eine lebende Legende nennt. Und das in Garbsen.

Das macht dieses Festival aus: Auch wenn es sich auf sechs Sonntage aufteilt und obwohl es zu einer für den Blues völlig unpassenden Tag-Zeit stattfindet, ist es unter der Regie von Detlef Kuckuck von der Stadt Garbsen zu einem Festival geworden. Kuckuck überlegt, mehr Veranstaltungen in den Abend zu ziehen, will aber sonst kaum etwas verändern. "Wir haben ein sehr hohes Niveau erreicht, das wollen wir halten", sagt Kuckuck. Er könnte jetzt immer die Gruppen engagieren, die schon hier waren. Das wäre Stillstand, sagt Kuckuck. Er will fürs Publikum "neue Bands entdecken, sie hier vorstellen und hoffen, dass sie die Reihe noch weiter nach vorne bringen", sagt Kuckuck. Im Moment verhandelt er mit zwei Gruppen in Finnland und Schweden. Die nächste Matinee-Reihe startet voraussichtlich Ende Mai 2017. Das Programm entsteht jetzt.

Und jetzt wäre die Zeit für Sponsoren zu sagen, ob sie 2017 wieder einsteigen wollen. Das Festival lebt zwar von Kuckucks hervorragendem Blues-Riecher und dem treuen Publikum. Aber bezahlt wird es von gerade Mal acht Garbsener Firmen und Organisationen sowie der Stadt. Und dieses niedrige Niveau ist sicher noch ausbaufähig.

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Von Redakteur Markus Holz

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