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Wie viele Wohnungen im Fuchsfeld?

Garbsen Wie viele Wohnungen im Fuchsfeld?

Der SPD geht die Wohnungsbauoffensive zu langsam. Sie wirft der Stadtverwaltung Bremserverhalten vor. In dem Streit geht es um die Fläche Im Fuchsfeld, rund 9,8 Hektar groß, östlich der Wreschener Allee. Die SPD kann sich fort bis zu 800 Wohneinheiten vorstellen. Die anderen Parteien sind verhaltener.

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Um die Fläche östlich der Wreschener Allee dreht sich der politische Streit um Wohnbebauung.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. „Wir brauchen dringend kleine und mittlere Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zum Mieten oder Kaufen“, sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Rüdiger Kauroff. Das Projekt dürfe keinesfalls scheitern, dann würde bezahlbarer Wohnraum noch lange fehlen. Die Stadt aber stehe auf der Bremse.

Die Unternehmerfamilie Hahne aus Meyenfeld hatte bereits Ende 2015 den ersten Entwurf für einen Teil der Fläche dort, die mehrere Eigentümer hat, der Verwaltung und der Politik vorgelegt. Nach Auskunft von Peter Hahne wären aktuell bis zu 430 Wohneinheiten dort realisierbar: „Aus den Gesprächen mit der Verwaltung ist gemeinsam eine interessante Durchmischung des Gebiets mit verschiedenen Gebäude- und Wohnungstypen entwickelt worden“, sagt Hahne. Er fühlt sich nicht ausgebremst: „Bisher sehe ich bei allen Beteiligten keine Verzögerung“, sagt Hahne. Dem Vernehmen nach hält die Verwaltung auch 430 Wohnungen für zu mächtig.

Die Wohnbauflächenentwicklung brauche Sorgfalt, keine Übereilung, sagen einhellig die CDU, Grünen und Unabhängigen. „Die SPD hat lange Zeit die Bebauung des Fuchsfeldes kategorisch ausgeschlossen“, sagt Heinrich Dannenbrink. Nun könne es nicht schnell genug gehen. Er kann keine Verzögerung erkennen. „Wir unterstützen den Vorschlag des Investors, darin sind wir uns mit der SPD doch einig“, sagt Dannenbrink. Die planungsrechtlichen Schritte seien eingeleitet. Und die brauchten Zeit.

Die Grünen sehen das Fuchsfeld gar nicht als vorrangig an und halten es für „ungeeignet für die vorgeschlagene Bebauung“, sagt Fraktionsvorsitzender Darius Pilarski. Sie würden lieber zwei andere Flächen in Berenbostel rasch entwickelt sehen – in der Wohnbauoffensive sind das die Flächen 2: Nördlich Auf dem Kampe und 3: Östlich Ratsschule.

Die Unabhängigen warnen vor einer möglichen Ghettobildung bei 800 Wohneinheiten: „Zwischen 350 und 450 Wohneinheiten wären besser“, sagt Vorsitzender Günther Petrak. Die Unabhängigen wollen den Antrag stellen, die Fläche mehrfach zu teilen und die Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) sowie die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) mit ins Boot zu holen. „Mangel an Konkurrenz“ beim Fuchsfeld beklagen auch die Grünen.

In der Stadtverwaltung wird bereits an einer Ratsvorlage gearbeitet. Die Kartierung, also die Suche nach geschützten Arten, hat bereits begonnen. Dem Vernehmen nach schätzt die Verwaltung, dass „Anfang oder Mitte 2017 das Vorhaben konkrete Formen annehmen“ könne. Ähnlich sieht es Unternehmer Peter Hahne: „Ein Baubeginn der ersten Studentenwohnungen ist Ende 2017 sicherlich möglich.“

Der aktuelle Entwurf der Unternehmerfamilie Hahne sieht sieht „circa 430 Wohneinheiten in einer lockeren Bebauung“ vor. Geplante Wohnungstypen sind nach Auskunft von Peter Hahne: Studentenwohnungen, Mikrowohnungen für Auszubildende und Singles, Miet- und Eigentumswohnungen, Reihenhäuser. Außerdem sollen ein sozialer Treffpunkt auf einem Stadtteilplatz und mögliche weitere öffentliche Gebäude vorgesehen werden. Über die Höhe der Investitionen konnte Hahne noch keine Angaben machen, aber er hält einen Mietzins von 6,50 bis 8,50 Euro pro Quadratmeter für denk- und machbar. Alle Gebäude bekommen Aufzüge, sie sind damit barrierefrei. In allen Gebäuden, die als Eigentum geplant sind, soll es darüber hinaus eine Tiefgarage geben.

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