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Streit um angebliche Bodenlast

Garbsen Streit um angebliche Bodenlast

Die Diskussion um den Badepark geht in die nächste Runde: Gudrun Roggenkamp fordert, den Abriss zu überdenken, weil das Gebäude auf belastetem Rieselfelderboden stünde.

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Aufregung um den Badepark: Angeblich steht er auf belastetem Rieselfelderboden.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Für Aufregung bei der CDU und in der Stadtverwaltung sorgt ein Antrag der SPD-Ortsratsfraktion Berenbostel-Stelingen. Darin bittet Sprecherin Gudrun Roggenkamp, den Abriss des Badeparks noch einmal zu überdenken.

Wörtlich heißt es am Ende: „Eine abgespeckte Zentralbadlösung auf belastetem Rieselfelderboden mit giftigem Grundwasser erscheint uns keine zukunftsweisende Lösung für eine kinder- und familienfreundliche Universitätsstadt zu sein.“ Diese Behauptung hat die CDU in Harnisch gebracht.

CDU-Ratsherr Gunther Koch bezichtigt Roggenkamp der Lüge: Die Behauptung, das Grundwasser in Garbsen-Mitte sei vergiftet, sei „unerträglich“. Roggenkamp handele wider besseres Wissen. Sie wohne lange genug in Berenbostel, „um zu wissen, dass am angegebenen Ort keine Rieselfelder“ waren.

Rieselfelder sind Anlagen zur Reinigung von Abwässern. Nach Mitteilung der Verwaltung hat es solche Rieselfelder nur westlich der Gutenbergstraße gegeben. „Das ist weit entfernt vom Baugrund in Garbsen-Mitte“, sagt Stadtsprecher Ben Irvin. Eine Bodenuntersuchung der Firma Geo-Data habe ergeben, dass im Boden keine kritischen Schadstoffgehalte vorhanden seien. Die Einstufung der Böden sei abfallrechtlich unkritisch. „So steht es seit Juli in einer Vorlage zur Zukunft des Schwimmangebots“, sagte Irvin.

Auf diese Vorlage verweist auch Koch und schreibt: „Eine stellvertretende Ortsbürgermeisterin, die die Bürger belügt, um für sich und ihre Partei mehr Stimmen bei der Kommunalwahl zu ergattern, braucht Berenbostel nicht.“ Unterdessen ist die CDU/FDP-Gruppe im Rat so sehr verunsichert worden, dass sie eine Ratsanfrage verfasst hat, in der das Thema aufgegriffen wird. Unter anderem wird darin gefragt, ob die Verwaltung Erkenntnisse darüber hat, wie die SPD-Ortsratsfraktion zu ihren Schlussfolgerungen kommt und ob aus der Sicht der Stadtverwaltung weitere Bodenuntersuchungen erforderlich sind.

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